Friedhof
Highlights
- Der Jüdische Friedhof Dorsten liegt im Stadtteil Feldmark im Naturpark Hasselbecke.
- Das Gelände wurde erstmals 1628 urkundlich erwähnt und ging 1790 in städtischen Besitz über.
- Heute sind 27 Grabstellen erkennbar, darunter solche der Familie Eisendrath, die sich weiterhin um den Friedhof kümmert.
Tipps
- Gut beschilderte Wege führen durch den historischen Jüdischen Friedhof im Naturpark Hasselbecke.
- Parkplätze in der Nähe sind ausreichend und gut zu erreichen.
- Ein kleiner Leitfaden des Jüdischen Museums Westfalen bietet vertiefende Informationen zur Geschichte des Friedhofs.
Eigenschaften
Über Friedhof
Der Friedhof in Dorsten liegt im Stadtteil Feldmark und befindet sich innerhalb des Naturparks Hasselbecke. Er ist vor allem durch den Jüdischen Friedhof bekannt, der inmitten einer parkähnlichen Landschaft liegt. Das Gelände erstreckt sich auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern und ist sowohl von der Gestaltung als auch von der Erreichbarkeit her gut geeignet für Besuche. Die umliegende Natur bietet einen ruhigen Rahmen, der zur Besinnung und Auseinandersetzung mit der Geschichte einlädt.
Der Jüdische Friedhof wurde erstmals in einer Urkunde erwähnt und ging später in städtischen Besitz über. Zwischen den Jahren des 19. und frühen 20. Jahrhunderts diente er als Begräbnisstätte für die jüdische Gemeinde der Region. Heute sind auf dem Gelände noch etwa 27 Grabstellen sichtbar, von denen 19 einzelnen Personen zugeordnet werden können. Mehrere Gräber gehören Angehörigen der Familie Eisendrath, die im 19. Jahrhundert in die USA auswanderte und seither wiederholt an Erhaltungsmaßnahmen des Friedhofs beteiligt war.
Das Areal ist überschaubar und dennoch abwechslungsreich gestaltet. Neben den historischen Grabsteinen zeichnet sich der Friedhof durch eine gute Infrastruktur aus. Die Zufahrt ist problemlos, der dazugehörige Parkplatz klein, aber ausreichend bemessen. Die Wege sind barrierearm angelegt und bieten verschiedene Sitzgelegenheiten. Diese Eigenschaften machen den Ort auch für längere Aufenthalte zugänglich, ohne dass der Besucher durch Verkehrsaufkommen oder enge Verhältnisse eingeschränkt wird.
Der Friedhof steht nicht nur als historische Gedenkstätte, sondern auch als Zeugnis der jüdischen Geschichte in Dorsten. Die Grabinschriften sind teilweise in hebräischer Sprache gehalten und tragen zur Authentizität des Ortes bei. Begleitend zur Erhaltung des Geländes wurden mehrere Publikationen herausgegeben, die sich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Dorsten beschäftigen und den Friedhof in seinen kulturellen Kontext einordnen.