Museum der Stadt Marsberg
Highlights
- Das Museum zeigt seit 2014 die lokale Geschichte Marsbergs mit Fokus auf Geologie, Bergbau und mittelalterlichem Zunftwesen in einem 1901 errichteten Schulgebäude.
- Barocke Inneneinrichtung aus dem 17. Jh. und Exponate aus dem 30-jährigen Krieg prägen die Dauerausstellung im rollstuhlgerechten Erdgeschoss.
- 2020 gewann das Museum den Wettbewerb ‚Kleine Museen im Wandel‘ für moderne Konzeptentwicklung und geologische Geopfad-Kooperationen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt ins Museum.
- Die Dauerausstellung thematisiert die geologische Besonderheit des Marsberger Raumes sowie historische Bergbauaktivitäten.
- Ein rollstuhlgerechtes WC steht für die Komfortable Nutzung durch alle Besucher zur Verfügung.
Eigenschaften
Kultur-Museum Marsberg-Obermarsberg entdecken
Das Museum der Stadt Marsberg in Obermarsberg ist ein lebendiges Zeugnis der regionalen Geschichte und bietet seit 2014 in einer modernen Dauerausstellung einen faszinierenden Einblick in die Entwicklung des Marsberger Raumes. Gehoused in den historischen Räumlichkeiten der Sturmi-Schule, einem 1901 errichteten Schulgebäude, das im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt und später mit prächtiger barocker Innenausstattung wiederaufgebaut wurde, verbindet das Museum Architekturgeschichte mit lokalem Kulturgut.
Die Ausstellung thematisiert zentrale Aspekte der Marsberger Vergangenheit, darunter die einzigartige geologische Beschaffenheit der Region und ihre Bedeutung für den Bergbau. Besonders spannend ist der Blick auf das mittelalterliche Zunftwesen sowie die düstere Geschichte der Hexenverfolgung, die hier nachvollziehbar präsentiert wird. Ein weiteres Highlight ist die originalgetreue Nachbildung einer historischen Apotheke der Familie Iskenius, die Einblicke in das medizinische Handwerk vergangener Zeiten gewährt. Das Museum zeigt damit nicht nur Gegenstände, sondern auch die Arbeitsweisen und sozialen Strukturen vergangener Epochen.
Ein besonderes Engagement des Museums liegt in der Vermittlung von Wissen durch Führungen und spezielle Programme. So können Besucher neben der Dauerausstellung auch an geführten Rundgängen durch Obermarsberg teilnehmen oder die Warttürme erkunden – wehrhafte Bauwerke, die von der mittelalterlichen Stadtgeschichte zeugen. Zudem kooperiert das Museum mit dem GeoPark GrenzWelten und präsentiert auf dem Geopfad Marsberg die geologische Entwicklung der Region über 400 Millionen Jahre. Diese Verbindung von Natur- und Kulturgeschichte macht das Museum zu einem einzigartigen Lernort für Groß und Klein.
Seit seiner Gründung in den 1980er-Jahren hat sich das Museum stets weiterentwickelt. Nach einem Umzug in den neuen Standort und einer erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb „Kleine Museen im Wandel“ (2020) steht nun eine moderne Überarbeitung der Ausstellung an. Das Museumsteam arbeitet daran, die Präsentation noch ansprechender und zugänglicher zu gestalten – stets mit dem Ziel, die Geschichte Marsbergs lebendig zu halten. Barrierefreiheit spielt dabei eine wichtige Rolle: Der rollstuhlgerechte Zugang und ein rollstuhlgerechtes WC machen das Museum für alle Besucher attraktiv.
Wer sich für die karolingische Vergangenheit interessiert, findet im Museum zudem Bezüge zur Eresburg, einer der bedeutendsten Stätten der frühen fränkischen Geschichte. Die Ausstellung zeigt, wie sich aus einem königlichen Wirtschaftshof eine der mächtigsten Dynastien Europas entwickelte – ein Stück europäische Geschichte, das direkt vor der Haustür von Marsberg zu entdecken ist. Das Museum der Stadt Marsberg ist damit nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Tor zu den vielfältigen Facetten einer Region, die von Bergbau, Handwerk und mittelalterlicher Kultur geprägt wurde.