Auf dem Bruch
Highlights
- Das Naturschutzgebiet 'Auf dem Bruch' in Marsberg umfasst 52,28 Hektar ebene Grünlandflächen, die als Weide und Mähwiese genutzt werden.
- Wertbestimmend sind der zusammenhängende Feucht- und Magergrünlandkomplex sowie kleinräumige Strukturen wie Hochstaudenfluren und Gewässer.
- Das Gebiet beherbergt seit Jahren Wiesenpieper-Revier und ist besonders schützenswert für Offenlandvögel und Feldmark-Säuger.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet 'Auf dem Bruch' in Marsberg eignet sich besonders für Beobachtungen von Wiesenpiepern und anderen gefährdeten Vogelarten.
- Aufgrund der siedlungsnahen Lage sollten Besucher das Gebiet ruhig und störungsfrei betreten, um die Brut-, Rast- und Nahrungsgebiete der Tiere nicht zu beeinträchtigen.
Eigenschaften
Ausflug Natur Schutz NSG Auf dem Bruch Marsberg
Das Naturschutzgebiet „Auf dem Bruch“ liegt im Stadtgebiet von Marsberg im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Es erstreckt sich westlich von Essentho und umfasst eine Fläche von etwa 52,28 Hektar. Das Gebiet wurde als Naturschutzfläche ausgewiesen, um einen wertvollen Grünlandkomplex zu erhalten, der sowohl ökologisch als auch im Hinblick auf den Artenschutz von großer Bedeutung ist. Im Jahr 2023 wurde das NSG zudem in das Vogelschutzgebiet Diemel- und Hoppecketal integriert.
Das Gelände besteht überwiegend aus ebener, fast baumloser Landschaft, die als Mähwiese oder Weideland genutzt wird. Geprägt ist das Gebiet durch kleinräumig strukturierte Bereiche aus Feucht- und Magergrünland, die von einzelnen Bäumen, Sträuchern und Gräben durchzogen werden. Im Süden des NSG befindet sich ein größerer Feuchtgrünlandkomplex, der besonders schützenswert ist. Zwei Bäche entwässern das Gebiet in nordöstlicher Richtung, wobei einige Abschnitte verrohrt oder begradigt sind. Die Flächen werden heute überwiegend extensiv bewirtschaftet, um die ökologischen Funktionen zu erhalten.
Das NSG beherbergt eine Vielzahl seltener Pflanzenarten, darunter unter anderem Acker-Hornkraut, Echtes Mädesüß, Großer Wiesenknopf, Kuckucks-Lichtnelke sowie Sumpf-Vergissmeinnicht. Diese Arten sind typisch für artenreiche Grünlandbiotope und verdeutlichen die hohe ökologische Qualität des Gebietes. Wertbestimmend ist der zusammenhängende Biotopkomplex aus Feucht- und Magergrünland, der als Brut-, Rast- und Nahrungsgebiet für verschiedene Vogelarten dient. Langjährig brütet hier unter anderem der Wiesenpieper, dessen Bestand durch die Schutzmaßnahmen stabil gehalten wird.
Ein besonderer Schwerpunkt des Naturschutzes liegt auf der Erhaltung und Optimierung des ornithologisch bedeutsamen Feuchtgrünlandkomplexes. Um die ökologischen Ziele zu erreichen, setzt der Verein für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis (VNV) auf aktive Naturschutzmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem der Erwerb und die Pacht von Flächen innerhalb des NSG sowie die Beweidung mit heimischem Rindvieh. Teilweise erfolgt eine Mahd der Wiesen, gefolgt von einer gezielten Nachbeweidung, um die Strukturvielfalt zu fördern und die Ansiedlung gefährdeter Arten zu unterstützen.
Das Naturschutzgebiet ist über den Biotopverbund VB-A 4519-007 in das regionale Biotopverbundsystem eingebunden und bildet somit ein wichtiges Trittsteinbiotop in einer ansonsten intensiv genutzten Agrarlandschaft. Trotz seiner schützenswerten Ausstattung gibt es in Randbereichen Beeinträchtigungen durch Viehverbiß, Trittschäden und Düngerdrift. Dennoch bleibt „Auf dem Bruch“ ein zentraler Bestandteil des landschaftsökologischen Netzwerks im Hochsauerlandkreis und ein Rückzugs- sowie Lebensraum für viele typische Arten der Offenlandschaft.
Wetter & Pollenflug am Standort
Häufige Fragen zu Auf dem Bruch
Wo liegt das Naturschutzgebiet 'Auf dem Bruch'?
Quelle: wikipedia
Welche Fläche hat das Naturschutzgebiet 'Auf dem Bruch'?
Quelle: website
Warum ist das NSG 'Auf dem Bruch' besonders geschützt?
Quelle: wikipedia
Seit wann ist 'Auf dem Bruch' Naturschutzgebiet?
Quelle: wikipedia
Welche Tierarten profitieren vom NSG 'Auf dem Bruch'?
Quelle: website