Auf der Wiemecke
Highlights
- Das Naturschutzgebiet 'Auf der Wiemecke' in Marsberg umfasst 51,62 Hektar und schützt Magergrünlandflächen sowie seltene Lebensräume.
- Erhalten werden unter anderem Erlen-Eschenwälder, Feuchtwiesen und Silikatfelskuppen mit Pioniervegetation.
- Das Gebiet ist Teil des Natura 2000-Netzes und schützt unterirdische Höhlen als Lebensraum für Fledermäuse und seltene Arten.
Tipps
- Das Gelände ist ideal für Naturliebhaber, die Ruhe und ungestörte Tierbeobachtung suchen.
- Aufgrund der sensiblen Biotope ist die Nutzung nur auf bestehenden Wegen gestattet.
- Ein Besuch lohnt sich besonders für Interessierte an seltenen Pflanzen und Feuchtbiotopen.
Eigenschaften
Über Auf der Wiemecke
Das Naturschutzgebiet „Auf der Wiemecke“ befindet sich im nordrhein-westfälischen Marsberg im Hochsauerlandkreis. Es erstreckt sich über eine Fläche von rund 51,6 Hektar und wurde erstmals in den 1980er Jahren unter Schutz gestellt. Das Gebiet ist Teil des Landschaftsschutzgebiets-Netzes und zählt zu den besonders schutzbedürftigen Landschaftsräumen der Region. Die offizielle Kennung lautet HSK-038. Es liegt im Einzugsbereich des Gewässersystems Diemel und Hoppecke und ist als Teil des europäischen Schutzgebietssystems „Natura 2000“ ausgewiesen.
Im Fokus des Naturschutzes stehen verschiedene Lebensraumtypen, darunter Magergrünland, Feuchte Hochstaudenfluren, Erlen-Eschenwälder sowie Weichholzauenwälder. Diese Biotope beherbergen eine artenreiche Flora und Fauna, zu der auch gefährdete Arten gehören. Ein weiterer Schwerpunkt des Schutzes liegt auf den Silikatfelskuppen mit ihrer charakteristischen Pioniervegetation sowie auf nicht touristisch erschlossenen Höhlen, die als Lebensraum für Fledermäuse und andere Höhlentiere dienen. Im Umfeld des Gebiets finden sich zudem Relikte aus der Bergbaugeschichte, die aus landeskundlichen Gründen erhalten bleiben.
Die Schutzziele des Gebiets umfassen die Erhaltung der natürlichen Dynamik der Landschaft, die Förderung der Biodiversität sowie die Sicherung landschaftsbildprägender Strukturen wie des Diemel-Prallhanges. Dazu gehören Maßnahmen zur naturnahen Waldbewirtschaftung, der Vermeidung von Nährstoffeinträgen, der Reduzierung menschlicher Einwirkungen in sensiblen Zonen und der Erhaltung von Alt- und Totholzstrukturen. Die Erholungsnutzung in den Bereichen der Felskuppen ist untersagt, um die dortige Vegetation und Fauna nicht zu beeinträchtigen.
Das NSG „Auf der Wiemecke“ trägt zur Umsetzung der FFH-Richtlinie bei, insbesondere durch den Schutz der Lebensraumtypen Erlen-Eschenwälder (91E0), Fließgewässer mit Unterwasservegetation (3260), Feuchte Hochstaudenfluren (6430), Silikatfelskuppen (8230) sowie nicht touristisch erschlossener Höhlen (8310). Auch für den Waldmeister-Buchenwald (9130) und verschiedene Tierarten wie Groppe, Eisvogel, Schwarzstorch und Rotmilan werden im Gebiet Schutzmaßnahmen ergriffen.