Parks & Gärten

Huxstein

34431 Marsberg

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Huxstein

Das Naturschutzgebiet Huxstein befindet sich im Südwesten des Stadtgebiets Marsberg im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Es grenzt unmittelbar an die Landesgrenze zu Hessen und liegt südwestlich des Ortsteils Westheim. Mit einer Fläche von 5,58 Hektar wurde das Gebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist Teil des Landschaftsplans Marsberg. Etwa vier Hektar des NSG sind zudem als FFH-Gebiet (DE-4519-304) ausgewiesen. Im Norden schließt sich das Landschaftsschutzgebiet Westheimer Diemeltal an, im Westen das Landschaftsschutzgebiet Rotes Land.

Das Gelände des Naturschutzgebiets wird geprägt von einem nordwestexponierten Kalkmagerrasen, der stellenweise steil abfällt und durch große Gebüschbereiche strukturiert wird. Ein markantes Element ist eine etwa acht Meter hohe Felsnase im westlichen Teil des Gebiets, die von Felsspaltenvegetation und Pionierpflanzengesellschaften besiedelt ist. Am Fuße des Felsens finden sich kleinere Vorkommen des Ruprechtfarns sowie typische Arten der Mauerrauten-Gesellschaft. Auf dem Felskopf wachsen Fingersteinbrech-Gesellschaften, die in Enzian-Zwenken-Rasen übergehen. Im Frühjahr präsentiert sich die Fläche blütenreich mit Arten wie Echter Schlüsselblume und verschiedenen Orchideen.

Weitere Biotope innerhalb des NSG umfassen einen stillgelegten Kalksteinbruch, Magerweiden, intensiv genutztes Grünland sowie kleinere Baum- und Strauchgruppen. Der Steinbruch ist größtenteils von einer Pionierwaldgesellschaft eingenommen. Die Grünlandbereiche werden durch Rinder oder Pferde beweidet, was in manchen Bereichen zu Bodenerosion führt. Die Beweidung verhindert jedoch nicht das Vordringen von Gehölzarten wie Schlehen und Weißdorn. Ziel der Naturschutzmaßnahmen ist es, die typischen Kalkmagerrasen sowie die artenreiche Flora und Fauna langfristig zu erhalten. Dazu gehören auch der Erhalt einzelner Baumgruppen als Strukturelemente und gezielte Pflegemaßnahmen zur Verhinderung von Verbuschung.

Das Gebiet beherbergt eine Vielzahl seltener und teils geschützter Pflanzenarten, darunter unter anderem Breitblättriger Thymian, Echtes Labkraut, Finger-Steinbrech, Mauerraute, Ruprechtskraut sowie verschiedene Orchideenarten. Auch Tierarten wie der Neuntöter konnten nachgewiesen werden, für den zudem ein Brutnachweis vorliegt. Der Uhu wird ebenfalls im Gebiet beobachtet. Die angrenzenden Flächen in Hessen setzen die Kalkmagerrasen fort und tragen zur ökologischen Vernetzung bei. Im Umfeld des NSG dominieren weiterhin Ackerflächen sowie Fichtenforste im unteren Hangbereich.

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