Parks & Gärten

Kiesgruben Dörpeder Mark

34474 Diemelstadt

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Kiesgruben Dörpeder Mark umfasst 24,58 Hektar und schützt Stillgewässer mit seltenen Lebensräumen.
  • Es dient als Brut- und Rastgebiet für Wasservögel, Libellen und Amphibien in der Diemeltalaue.
  • Das Gebiet ist Teil des Biotopverbunds und schützenswert wegen seiner anthropogenen Feuchtbiotope.

Tipps

  • Geeignete Kleidung und feste Schuhe empfehlen sich für den unebenen Weg.
  • Ideal für Naturbeobachtung, besonders von Wasservögeln und Libellen.
  • Einkehrmöglichkeiten in der Nähe vorhanden, vor Ort keine Verpflegung.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Kiesgruben Dörpeder Mark

Die Kiesgruben Dörpeder Mark befinden sich im hessischen Diemelstadt und gehören zum Landschaftsschutzgebiet mit der Kennung HSK-398. Das rund 24,5 Hektar große Gebiet liegt im nordöstlichen Auebereich der Diemel, nordöstlich von Westheim, und grenzt im Westen an das Industriegebiet von Westheim. Ursprünglich entstanden durch Abgrabungen, wurden die ehemaligen Baggerteiche zu wertvollen Stillgewässern, die heute von Weidengebüsch, Hochstaudenfluren und brachliegendem Magergrünland umgeben sind.

Das Gelände umfasst vier größere Teiche, die als Rast- und Brutplätze für verschiedene Wasservogelarten dienen. Unter den regelmäßig auftretenden Vogelarten sind unter anderem Enten und Gänse zu finden. Auch Libellen nutzen die Gewässer und Uferzonen als Lebensraum. Im Südosten grenzen Uferhochstaudenfluren der Diemel an das Schutzgebiet, und vereinzelt haben sich Röhrichtbestände entwickelt. Eine kleine Insel in einem der Teiche wird gelegentlich von Wasservögeln als Brutplatz genutzt.

Das Schutzziel des Landschaftsschutzgebietes liegt in der Erhaltung und Optimierung dieses anthropogen entstandenen Stillgewässerkomplexes. Neben der Förderung der biologischen Vielfalt dient das Areal auch dazu, landschaftsbelebende Kleinstrukturen in der relativ strukturarmen Diemeltalaue langfristig zu sichern. Das Gebiet ist außerdem als Trittsteinbiotop im regionalen Biotopverbund von Bedeutung. Freizeitnutzungen wie Angeln oder Radfahren finden im Umfeld statt, werden aber als mögliche Beeinträchtigung der ökologischen Funktionen betrachtet.

Das Areal wird von verschiedenen Lebensraumtypen geprägt, darunter Stillgewässer, feuchte Saumbereiche, Hochstaudenfluren und Brachflächen. Zu den schutzwürdigen Biotoptypen zählen unter anderem Abgrabungsgewässer über Lockergestein, Röhrichtbestände sowie Weiden-Ufergehölze. Im Bereich des Naturschutzgebietes wurden Pflanzenarten wie die Gelbe Teichrose, Echtes Mädesüß, Silber-Weide und Rainfarn nachgewiesen. Tierarten von besonderer Bedeutung sind unter anderem die Tafelente und der Kormoran.

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