Menhir (Hinkelstein)
Highlights
- Der Menhir in Martinshöhe (Hinkelstein) ist mit über 4000 Jahren einer der ältesten Steine Mitteleuropas und steht als Kulturdenkmal.
- Ursprünglich größer und an mehreren Orten in Martinshöhe platziert, gilt der Menhir heute als Wahrzeichen der Sickinger Höhe.
- Versteckt im Park „Am Denkmal“ neben Wasserturm (1900) und Kriegerdenkmal (1934) zeugt der Stein von jungsteinzeitlicher Besiedlung.
Tipps
- Der Menhir in Martinshöhe befindet sich in einem kleinen, historisch geprägten Park mit weiteren Denkmälern wie dem Kriegerdenkmal und dem alten Wasserturm aus dem Jahr 1900.
- Ein markierter Weg durch die Parkanlage führt direkt zum Menhir und verbindet ihn mit anderen historischen Bauten wie dem Brunnen und dem Kinderspielplatz am Fuße des Wasserturms.
Eigenschaften
Menhir Martinshöhe: Hinkelstein – Kultdenkmal
Der Menhir (Hinkelstein) in Martinshöhe ist eines der faszinierendsten und ältesten Kulturdenkmäler der Region. Er gilt als einer der größten Menhire in Mitteleuropa und war ursprünglich Teil einer größeren Ansammlung ähnlicher Steine in und um Martinshöhe. Heute ist er das älteste erhaltene Objekt des Ortes und ein zentraler Punkt der lokalen Geschichte.
Versteckt zwischen Tannen und umgeben von einer kleinen Parkanlage, die auf dem ehemaligen Friedhofsgelände angelegt wurde, wirkt der Menhir wie ein stiller Wächter der Vergangenheit. Die Freizeitanlage, im Volksmund „Am Weiher“ oder „Am Denkmal“ genannt, vereint mehrere historische Schätze: Direkt neben dem Menhir erhebt sich das denkmalgeschützte Kriegerdenkmal aus dem Jahr 1934, beschrieben als ein kubischer Bau inmitten einer exedraartigen Mauer. Ebenfalls Teil der Anlage ist der alte Wasserturm aus dem frühen 20. Jahrhundert, der bis zum Bau des modernen Nachfolgebaus in den 1970er Jahren als Wasserspeicher diente.
Der Name „Theisse Stein“ wurde erstmals 1837 dokumentiert und bezieht sich auf eine Karte aus dem Jahr 1564, die Natascha Berg vom Heimat- und Kulturverein Martinshöhe ausfindig machte. Der Verein, 2011 gegründet, setzt sich seitdem für die Wertschätzung des Menhirs und anderer historischer Stätten ein. Die Parkanlage selbst ist ein einzigartiges Ensemble: Neben dem Menhir und den Wassertürmen führt ein Weg zum Brunnen, der im Sommer ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher ist. Der Spielplatz am Fuße des alten Wasserturms rundet das Angebot ab und macht den Ort zu einem Ort der Begegnung zwischen Geschichte und Gegenwart.
Der Menhir steht nicht isoliert, sondern ist Teil eines kulturellen Gefüges, das die Verbindung von Natur, Technik und Erinnerung widerspiegelt. Seine Lage zwischen den historischen Bauten unterstreicht seine Bedeutung als lebendiges Denkmal – ein Stein, der seit Jahrtausenden Zeugnis ablegt von den Menschen, die hier lebten und arbeiteten. Wer durch die Parkanlage schlendert, spürt die Verbindung zwischen der fernen Steinzeit und der jüngeren Ortsgeschichte, die hier auf engstem Raum aufeinandertreffen.