Bismarckturm Tübingen
Highlights
- Der Bismarckturm Tübingen steht auf dem höchsten Punkt des Schlossbergs und bietet eine Aussicht ins Neckar- und Ammertal.
- Errichtet 1907 durch Spendengelder der Tübinger Studentenschaft, dient er ursprünglich als Gedenkstätte mit Feuerschale.
- Seit 2020 wird der Turm vom Verein Tübinger Turmfreunde e.V. betreut und ist wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Tipps
- Der Bismarckturm Tübingen liegt auf dem Schlossberg und bietet trotz dichten Bewuchs einen Ausblick ins Neckar- und Ammertal.
- Seit 2020 kümmert sich der Verein Tübinger Turmfreunde e.V. um den Erhalt und die historische Einordnung des Denkmals.
- Weitere Informationen und aktuelle Zugänglichkeit des Turms sind auf der Website der Turmfreunde zu finden.
Eigenschaften
Über Bismarckturm Tübingen
Der Bismarckturm Tübingen steht auf dem Schlossberg, dem höchsten Punkt im Stadtgebiet von Tübingen im Landkreis Tübingen, Baden-Württemberg. Das Bauwerk zählt zu den zahlreichen Bismarcktürmen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem durch private und studentische Initiativen in Deutschland und darüber hinaus errichtet wurden. Ursprünglich diente der Turm nicht als Aussichtspunkt, sondern sollte als überdimensionierte Fackel dienen, auf der Gedenkfeuer zu Ehren Otto von Bismarcks entzündet werden konnten. Der Entwurf des Tübinger Turms basiert auf dem Preisträgerentwurf „Götterdämmerung“ von Architekt Wilhelm Kreis aus dem Jahr 1899.
Der Bau des Turms wurde durch Spenden der Tübinger Studentenschaft finanziert und zwischen 1900 und 1907 errichtet. Die Bauweise war aufwendig: Ohne moderne Technik wurden Tuffsteine mit Pferdekarren aus nahegelegenen Steinbrüchen angeliefert und von Hand aufgeschichtet. Ursprünglich trug der Turm eine große Feuerschale, die erst in den 1990er Jahren bei einer Renovierung entfernt wurde. Nach seiner Einweihung blieb der Turm zunächst nur für die Studenten zugänglich, ehe er 1971 für die Öffentlichkeit geöffnet wurde. In den folgenden Jahren wurde er jedoch mehrfach wegen Vandalismus und Bränden geschlossen und fiel in die Jahre.
Seit 2020 kümmert sich der Verein Tübinger Turmfreunde e.V. um den Erhalt und die Pflege des Denkmals. Zwar ist der Turm selbst derzeit nicht betretbar, doch die umliegende Anlage. Die Lage auf dem Schlossberg bietet dennoch einen guten Ausgangspunkt für Wanderungen im Tübinger Stadtgebiet, etwa entlang des Burgholzwegs. Von der umliegenden Fläche erwartet Besucher ein eingeschränkter Blick ins Neckar- und Ammertal, da die Sicht durch dichten Baumbestand teilweise versperrt ist. Dennoch bleibt der Bismarckturm ein markanter Bezugspunkt in der Tübinger Kulturlandschaft und Zeugnis der Verehrung Bismarcks im frühen 20. Jahrhundert.
Die Stadt Tübingen liegt im mittleren Neckartal und ist geprägt durch ihre Universitätsgeschichte sowie ihre landschaftliche Lage zwischen dem Nordschwarzwald und der Schwäbischen Alb. Mit rund 92.000 Einwohnern ist sie eine der größeren Mittelstädte Baden-Württembergs und beherbergt eine der ältesten Universitäten des Landes. Die unmittelbaren Nachbargemeinden des Stadtgebiets umfassen unter anderem Dettenhausen, Kusterdingen und Rottenburg am Neckar, allesamt im Landkreis Tübingen. Der geographische Mittelpunkt des Bundeslandes befindet sich zudem in Tübingen, unterhalb des Luise-Wetzel-Wegs im Bereich des Botanischen Gartens.