See

Untere Nuthseen

Klockscherweg 2, 47574 Goch

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Untere Nuthseen bei Goch umfasst drei miteinander verbundene Teiche in staunässegeprägtem Weideland.
  • Es beherbergt verschiedene Libellenarten, den Eisvogel und Wiesenvögel wie den Kiebitz.
  • Das Grünland wird durch Beweidung mit Hochlandrindern offen gehalten, um den Naturraum zu erhalten.

Tipps

  • Das Gelände ist gut zu Fuß zu erkunden, wobei festes Schuhwerk empfehlenswert ist, da es stellenweise feucht werden kann.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders frühmorgens oder abends, wenn Vögel und Libellen aktiv sind und die Lichtverhältnisse gut zur Beobachtung sind.
  • Die Teiche und Feuchtgebiete eignen sich für ruhige Beobachtungen mit Fernglas, insbesondere zur Sichtung von Wasservögeln und Libellen.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Untere Nuthseen

Das Naturschutzgebiet Untere Nuthseen befindet sich im nordrhein-westfälischen Goch und zählt zu den unter Schutz stehenden Landschaftsflächen des Kreises Kleve. Es umfasst eine Fläche von etwa 16,5 Hektar und besteht aus drei miteinander verbundenen Teichen, die in ein extensiv genutztes Weideland eingebettet sind. Die Beweidung mit Hochlandrindern trägt dazu bei, das offene Charakter der Feuchtgrünlandflächen zu erhalten. Das Gelände wird zusätzlich von einem Streifen Eichenwald im Süden sowie von Nassweiden und einzelnen Weiden- sowie Erlengebüschen begrenzt.

Im Schutzgebiet finden verschiedene Lebensräume Platz, darunter Nass- und Feuchtgrünland, Röhrichtzonen, Altarmgewässer sowie Ufergehölze. Diese Vielfalt an Biotopen fördert eine artenreiche Fauna. Unter den Tierarten sind unter anderem die Bekassine, der Kiebitz und die Krickente nachgewiesen. Auch Libellenarten wie der Spitzenfleck oder die Falkenlibelle bewohnen das Gebiet. Der Eisvogel nutzt die Gewässer als Lebensraum, während verschiedene Wiesenvögel im offenen Grünland brüten. Hinzu kommen seltene Pflanzenarten wie der Gemeine Gilbweiderich, die Gelbe Schwertlilie oder der Kalmus, die typisch für feuchte Standorte sind.

Das NSG Untere Nuthseen wurde aufgrund seiner besonderen ökologischen Bedeutung unter Schutz gestellt. Ziel des Naturschutzes ist es, die Lebensgemeinschaften und Lebensräume der hier vorkommenden Tier- und Pflanzenwelt langfristig zu erhalten. Neben der biologischen Vielfalt spielt auch die landschaftliche Eigenart des Gebiets eine Rolle. Die Flächen sind als zusammenhängendes System von Feuchtgrünland, offenen Gewässern und strukturreichen Uferbereichen von hoher naturnaher Qualität zu betrachten. Die Pflege erfolgt durch extensive Beweidung, welche die offenen Strukturen des Grünlands sichert und somit zur Erhaltung der Artenvielfalt beiträgt.

Das Areal liegt im landschaftlich reizvollen Übergangsbereich zwischen Niederrhein und Nierseniederung, nahe der Ortschaft Hommersum. Es grenzt direkt an landwirtschaftlich genutzte Flächen und vermittelt einen Eindruck von der ursprünglichen Landschaftsstruktur dieser Region. Die drei Teiche sind über den Nuthgraben und Riefgraben miteinander verbunden, die als Altarme der Niers entstanden sind. Im Südwesten des Gebiets erstreckt sich ein größeres Weidengebüsch, während im Nordwesten dichte Weißdornhecken und weitere Strauchschichten typisch sind. Diese Strukturen bieten nicht nur Lebensraum, sondern tragen auch zur landschaftlichen Vielfalt bei.

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