Kirche/Kloster

Kirche

Gemeindeteil Mechelroda und Linda, 99441 Im Dorfe

Highlights

  • Evangelische Kirche in Mechelroda (Baujahr 1707) zeigt schlichten Barockstil mit Kanzelaltar und Herrensitz auf der ersten Empore.
  • Barocke Bronzeglocke (1852) unter geschwungener Haube; Orgel von 1834 stammt von den Gebrüdern Witzmann (Stadtilm).
  • Kirche am Kötsch-Fuß: Außenrenovierung 2009–2014 (Mauerwerk, Türen, Verputz) inkl. denkmalgerechter Kreuz-Erneuerung.

Tipps

  • Der barocke Baustil der Kirche aus dem Jahr 1707 zeigt sich in der geschwungenen Haube über dem Turm sowie den einheitlichen Holzvertäfelungen der Innenräume.
  • Die Orgel von 1834 auf der zweiten Empore stammt von den Gebrüdern Witzmann und gehört zu den historischen Instrumenten der Region.
  • Der barocke Kanzelaltar und der Herrensitz auf der ersten Empore prägen die traditionelle Ausstattung der Kirche mit schlichter, aber feiner Verzierung.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Im Dorfe: Kirche entdecken

Die evangelische Kirche in Im Dorfe ist ein historisches Juwel mit einer bewegten Vergangenheit und einer prägenden Rolle in der regionalen Geschichte. Gegründet im Jahr 1707, entstand sie durch den Neubau älterer Bauteile und verkörpert mit ihrem schlichten, aber charaktervollen Barockstil eine Zeit des Umbruchs. Besonders auffällig ist die zweifach geschwungene Haube über dem Kirchenschiff, die dem Bau ein markantes Erscheinungsbild verleiht. Die Kirche diente einst als erste Wirkungsstätte des bekannten Predigers W., dessen Name bis heute mit dem Ort verbunden bleibt.

Im Inneren beeindruckt die Kirche durch ihre harmonische Barockarchitektur, die sich in der einheitlichen Gestaltung von Kanzelaltar, hölzernen Bänken und den beiden Emporen widerspiegelt. Auf der oberen Empore thront eine Orgel aus dem Jahr 1834, gefertigt von den Gebrüdern Witzmann aus Stadtilm – ein Meisterwerk der Instrumentenbaukunst, das bis heute die musikalische Atmosphäre der Gottesdienste prägt. Die kleine Bronzeglocke von 1852 unter der Haube erinnert an die klangvolle Tradition der Gemeinde und lädt zum Verweilen ein.

Ein besonderes Detail ist der Herrensitz auf der ersten Empore, der auf die historische Bedeutung der Kirche als Versammlungsort der Dorfgemeinschaft hindeutet. Die denkmalgerechte Renovierung zwischen 2009 und 2014 hat das Mauerwerk, die Türen und den Verputz sorgfältig restauriert, während das alte Vortragekreuz mit historischem Bezug originalgetreu wiederhergestellt wurde. Diese Pflegearbeit sichert nicht nur die Substanz des Bauwerks, sondern bewahrt auch das kulturelle Erbe für kommende Generationen.

Die Kirche steht am Fuße des Kötsch, einem markanten Geländepunkt in der Umgebung, und ist eng mit dem Nachbarort Mechelroda verbunden. Die idyllische Lage zwischen Wald und Feld macht sie zu einem Ort der Stille und des Nachdenkens – ideal für Besucher, die die Verbindung von Geschichte, Architektur und Natur erleben möchten. Mit ihrem hohen kulturellen Wert und der gelungenen Sanierung ist sie ein Muss für alle, die sich für sakrale Baukunst und regionale Traditionen interessieren.

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