Parks & Gärten

Hollenhaus

59969 Hallenberg

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Hollenhaus in Hallenberg umfasst 7,3 Hektar strukturreiches Grünland und Hecken.
  • Es schützt Magerweiden, Besenginsterheiden und Lebensräume des Neuntöters.
  • Das NSG grenzt an Fichtenparzellen und umfasst verschiedene Biotoptypen nach §62 LG.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Hollenhaus

Das Naturschutzgebiet Hollenhaus befindet sich im hessischen Hallenberg im Hochsauerlandkreis und grenzt unmittelbar an das benachbarte Medebach. Es umfasst eine Fläche von rund 7,3 Hektar und wurde rechtskräftig unter Schutz gestellt. Das Gelände liegt nordöstlich des Bachtals der Oelfe auf einem mäßig steil geneigten, südlich exponierten Hang. Die örtliche Topografie prägt ein vielfältiges Biotopgeflecht aus mageren Grünlandflächen, Heckenstrukturen und besenginsterreichen Gebüschen. Charakteristisch sind zudem die entlang von Wirtschaftswegen und Terrassenkanten verlaufenden Hecken, die das Landschaftsbild strukturieren.

Im Fokus des Naturschutzes steht der Erhalt eines strukturreichen Grünland-Hecken-Komplexes, der insbesondere als Bruthabitat für den Neuntöter von Bedeutung ist. Neben dieser artenschutzrechtlich relevanten Vogelart finden sich auf dem Gelände verschiedene Pflanzenarten typischer Magerstandorte. Dazu gehören unter anderem Acker-Hornkraut, Echtes Labkraut, Gewöhnlicher Hornklee sowie der Besenginster, der weite Teile des Gebüsches dominiert. Im östlichen Bereich wird eine ehemals von Ginster bewachsene Fläche heute stark beweidet, was zu erheblichen Tritt- und Verbissschäden führt.

Das Schutzgebiet beherbergt unterschiedliche Biotoptypen gemäß § 62 des Hessischen Naturschutzgesetzes, darunter Magergrünland, Zwergstrauchheide und verschiedene Formen von Grünland und Ackerbrache. Lebensraumtypen wie schutzwürdiges mesophiles und mageres Wirtschaftsgrünland sowie schwerer Lehm- und Tonäcker sind vertreten. Im Süden des Gebiets steht oberhalb der Straße zwischen Dreislar und Hesborn ein schmales Feldgehölz an der Böschungskante. Die hier vorherrschenden, geröllreichen Böschungen weisen nur eine geringe Vegetationsbesiedlung auf. Im Norden grenzen an die mageren Böschungsflächen Fichtenparzellen an. Aufgrund seiner strukturellen Vielfalt und der artenreichen Lebensräume verfügt das NSG Hollenhaus über ein hohes ökologisches Entwicklungspotenzial.

Das Hollenhaus wird durch seine landschaftliche Vielfalt und strukturreichen Biotopverbünde geprägt. Neben Hecken, Einzelsträuchern und Felsrippen tragen magere Weiden und artenreiche Pflanzengesellschaften zur Biodiversität des Gebietes bei. Die Erhaltung dieser Flächen dient langfristig dem Schutz besonders wertvoller Lebensräume gemäß landesweiter Naturschutzvorgaben. Als Teil des Landschaftsschutzgebietsystems im Hochsauerlandkreis spielt das NSG Hollenhaus eine Rolle bei der Sicherung regionaler ökologischer Zusammenhänge und der Erhaltung seltener Arten und Biotope in der Region.

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