Bromberg-Steinbrüche
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Bromberg-Steinbrüche in Medebach umfasst drei ehemalige Steinbrüche mit bis zu 10 Meter hohen Felswänden.
- Das Schutzgebiet dient dem Erhalt störungsarmer Sekundärlebensräume auf extremen Standorten und wurde 2003 ausgewiesen.
Eigenschaften
Über Bromberg-Steinbrüche
Die Bromberg-Steinbrüche liegen im nordwestlichen Bereich der Gemeinde Medebach im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Das rund 2,82 Hektar große Areal wurde als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen und gehört somit zu den geschützten Landschaftsbereichen der Region. Es grenzt im Westen an die Landstraße 740 und ist nahezu vollständig vom Landschaftsschutzgebiet Medebach umgeben. Im Norden schließt sich das Landschaftsschutzgebiet Rodungsinsel Rennefeld an. Das Schutzgebiet besteht aus mehreren Teilflächen und beherbergt drei ehemalige Steinbrüche mit charakteristischen Felswänden von bis zu zehn Metern Höhe.
Das Gelände bietet aufgrund seiner besonderen geologischen und ökologischen Merkmale einen wertvollen Lebensraum für verschiedene Pflanzen- und Tierarten. Zu den im Naturschutzgebiet nachgewiesenen Arten gehört beispielsweise der Feuersalamander. Die Vegetation ist geprägt von Pionierlebensräumen auf extremen Standorten, darunter magere Schutthalden, offene Felsbiotope sowie lückige Magerrasen. Pflanzlich finden sich unter anderem Berg-Platterbse, Besenginster, Großblütiger Fingerhut, Heidel- und Preiselbeere sowie verschiedene Arten von Johanniskraut und Habichtskraut. Die Steinbruchwände mit ihren senkrecht abfallenden Strukturen bieten zudem Lebensräume für Moose, Flechten und strauchartige Pflanzen.
Die Schutzziele des NSG Bromberg-Steinbrüche orientieren sich an der Erhaltung der aufgelassenen Steinbrüche als störungsarme Sekundärlebensräume. Dabei stehen sowohl ökologische Aspekte wie der Schutz seltener Biotope als auch wissenschaftliche und erdgeschichtliche Gründe im Vordergrund. Die offenen Gesteinsschichten in den Steinbrüchen ermöglichen interessante Einblicke in die geologische Vergangenheit der Region. Aufgrund der vielfältigen Strukturen – von vegetationsarmen Schuttkegeln bis hin zu bewaldeten Vorflächen – trägt das Gebiet zur regionalen Biodiversität und zum Biotopverbund bei.
Ein besonderes Highlight für Naturbegeisterte ist die Möglichkeit, vor Ort Fossilien im Schiefergestein zu entdecken. Diese Aktivität macht den Ort zu einem lohnenswerten Ziel für Exkursionen und naturkundliche Beobachtungen. Die Steinbrüche sind über unbefestigte Wege erreichbar und bieten durch ihre abgelegene Lage ein ruhiges Ambiente. Besucher berichten von einer gelungenen Mischung aus Erholung und naturwissenschaftlichem Interesse. Die abgeschiedene Lage trägt dazu bei, dass das Naturschutzgebiet ein Ort der Ruhe und des ungestörten Naturerlebens bleibt.