Parks & Gärten

Hallebachtal

59964 Medebach

Highlights

  • Das Hallebachtal in Medebach ist ein 86,7 Hektar großes Naturschutzgebiet seit 2002.
  • Es beherbergt vielfältige Feucht- und Magergrünlandbiotope sowie naturnahe Bachläufe.
  • Wertvolle Lebensräume und gefährdete Pflanzenarten machen das Tal zu einem wichtigen Biotopverbund im Hochsauerlandkreis.

Tipps

  • Das Hallebachtal bietet artenreiche Feucht- und Magergrünlandbiotope, die es zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden gilt.
  • Besucher finden entlang des Hallebachs naturnahe Abschnitte mit typischen Bachstrukturen, Steilufern und Ufergehölzen.
  • Im Süden des Tals erstreckt sich ein Mischwald, der sich für ruhige Wanderungen und Beobachtungen eignet.

Eigenschaften

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Über Hallebachtal

Das Naturschutzgebiet Hallebachtal liegt im Ort Medebach im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Es umfasst ein rund sechs Kilometer langes Tal des Hallebaches westlich von Oberschledorn. Das rund 86 Hektar große Schutzgebiet wurde rechtskräftig unter Naturschutz gestellt und zählt zu den besonders schutzwürdigen Flächen im ländlichen Raum. Das Hallebachtal erstreckt sich entlang eines vielfältigen Landschaftsraums, geprägt von Weidelgras-Weißklee-Weiden, Fettwiesen sowie feuchten bis quellsumpfigen Streifen, die von wertvollen Pflanzengesellschaften wie Wald-Simse, Flatterbinse und Mädesüß dominiert werden.

Im Zentrum des Naturschutzgebietes steht der nahezu unverbaute Hallebach, der trotz früherer Verlegung an den Talrand noch über naturnahe Strukturen verfügt. Zu diesen zählen variable Sohlbreiten, Ufer-Schotterbänke sowie steile Uferböschungen. Der Bach verfügt über eine hohe Durchgängigkeit, da Wegeverrohrungen weitgehend fehlen. Ein erlenreicher Ufergehölzsaum säumt große Abschnitte des Gewässers, wobei der auenwaldtypische Unterwuchs durch Beweidung auf abgegrenzte Bereiche beschränkt bleibt. Im Tal sind zudem alte Flussbettverläufe als verlandete Strukturen erhalten, in denen sich Hochstaudenfluren und Nassgrünlandflächen entwickelt haben.

Die Talflächen wechseln sich mit steilen Hängen ab, die von Mischwäldern, insbesondere Fichten-, Eichen- und Buchenbeständen, sowie artenreichen Magerweiden geprägt sind. Besonders im Süden des Tals finden sich trockenheitstolerante Vegetationsflächen mit Borstgrasrasen und seltener Pflanzenartenvielfalt, darunter Arnika. Auch lockere Baumhecken und dornstrauchreiche Strukturen tragen zur Biodiversität bei. Im Umfeld des Tals befinden sich vereinzelt kleinere Teichanlagen und Freizeitgrundstücke, die den landschaftlichen Charakter nur punktuell unterbrechen.

Das Hallebachtal ist Teil eines landesweit bedeutsamen Netzwerks aus Gewässer- und Auenbiotopen im Einzugsbereich der Wilden Aar. Es beherbergt eine hohe Dichte an gesetzlich geschützten Biotopen sowie eine Vielzahl gefährdeter Pflanzenarten. Neben dem Haupttal münden mehrere Nebentäler ein, die im Osten größtenteils bewaldet sind, während die westlichen Zuflüsse von Weideflächen und Nassweiden geprägt werden. Die natürlichen Quellbäche in diesen Nebentälern sind stellenweise von quellvernässten Auenwäldern begleitet.

Das Schutzziel des Gebietes besteht im Erhalt eines weitgehend ungestörten Offenlandtales mit enger Verzahnung zum Waldökosystem. Dabei stehen die Erhaltung naturnaher Fließgewässer, differenzierter Mager- und Feuchtgrünlandbiotope sowie die Förderung nachhaltiger Bewirtschaftungsformen im Vordergrund. Zukünftige Maßnahmen sehen eine Extensivierung der Grünlandnutzung sowie die Renaturierung einzelner verrohrter Gewässerabschnitte vor, um die ökologische Wertigkeit des Tals weiter zu steigern.

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