Parks & Gärten

Oberes Dittelsbachtal - Klokenbruch

59964 Medebach

Highlights

  • Es umfasst rund 13,9 Hektar und liegt im Hochsauerlandkreis, Regierungsbezirk Arnsberg.
  • Ziel ist die Erhaltung sickerfeuchter Zonen, Quellsümpfe und extensiv bewirtschafteter Nasswiesen.

Tipps

  • Das Gelände umfasst naturnahe Bachläufe und artenreiche Grünlandflächen, ideal für Beobachtungen von Flora und Fauna.
  • Besucher sollten sich an bestehende Wege halten, um empfindliche Lebensräume wie Nasswiesen und Quellbereiche zu schonen.
  • In der Nähe befinden sich strukturreiche Hecken und trockene Saumbereiche, lohnenswert für botanische Exkursionen.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Oberes Dittelsbachtal - Klokenbruch

Das Naturschutzgebiet „Oberes Dittelsbachtal – Klokenbruch“ liegt im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen und erstreckt sich im Bereich der Gemeinde Medebach. Es umfasst ein rund 13,9 Hektar großes Areal entlang des Dittelsbaches und schützt ein strukturreiches Flussbett sowie artenreiche Grünlandlebensräume. Das Gebiet wurde rechtskräftig unter Naturschutz gestellt und dient dem Erhalt naturnaher Biotopkomplexe, insbesondere feuchter und nährstoffarmer Lebensräume, die durch extensive Bewirtschaftung langfristig erhalten werden sollen.

Im Zentrum des Schutzgebiets steht der naturnahe Bachlauf des Dittelsbaches mit gut ausgebildeten Ufergehölzen. Das umliegende Talgelände wechselt zwischen Hanglagen und flacheren Bereichen, die von Nasswiesen, Feuchtgrünlandbrachen und Magerwiesen geprägt sind. Südlich ausgerichtete Hänge sind typischerweise mit Weißkleeweiden bewachsen, während Nordhänge und Talgründe feuchtere Strukturen aufweisen. Kleinflächig finden sich zudem Borstgrasrasen sowie anmoorige Bereiche. Besonders im westlichen Teil des Gebiets prägt eine mit Besenginster zugewachsene ehemalige Grünlandbrache das Landschaftsbild.

Das NSG beherbergt vielfältige Biotoptypen, darunter Fettwiesen, Nassweiden, Seggenriede sowie verschiedene Wald- und Strauchformationen. Zu den charakteristischen Pflanzenarten zählen unter anderem Bach-Nelkenwurz, Echtes Mädesüß, Blaugrüne Segge, Berg-Ahorn und Brennender Hahnenfuß. Im Bereich der Gewässerstreifen siedeln Arten wie die Bachbunge. Tierarten von besonderer Bedeutung sind unter anderem der Neuntöter und der Raubwürger, die auf offene Strukturen und artenreiches Grünland angewiesen sind. Diese Arten sind auf der Roten Liste verzeichnet und unterstreichen die ökologische Bedeutung des Gebiets.

Ein Schwerpunkt der Schutzmaßnahmen liegt auf der Erhaltung sickerfeuchter Zonen, Quellbereiche und feuchter Grünlandlebensräume. Diese Flächen werden durch extensive Bewirtschaftung langfristig erhalten, um den ökologischen Zustand zu sichern. Das NSG dient auch dem Schutz besonders wertvoller Lebensräume gemäß Paragraph 62 des Landschaftsgesetzes NRW. Die Flächen sind als Lebensraum für typische Arten der Berg- und Flachland-Mähwiesen sowie feuchter Grünlandbrachen von hoher Bedeutung.

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