Parks & Gärten

Tretbecken Küstelberg

Zur Orkequelle 7, 59964 Medebach

Highlights

  • Das Tretbecken Küstelberg liegt an der historischen ‚Heidenstraße‘, einer mittelalterlichen Handelsroute von Köln nach Leipzig.
  • 1967 wurde hier ein verschollenes Gnadenbild der Mutter Gottes wiederentdeckt und in der Kirche restauriert.
  • Seit 1966 ersetzt ein Schützenfest die 1964 eingestellten Pferdemärkte als traditionelles Ortsereignis.

Tipps

  • Die Kirche beherbergt ein restauriertes Gnadenbild der Mutter Gottes, das 1967 nach jahrhundertelanger Verschollenheit wiederentdeckt und aufgestellt wurde.
  • Die Lage an der ehemaligen Handelsroute Köln–Leipzig prägt bis heute die historische Architektur und die Traditionen des Ortes, darunter das seit 1966 stattfindende Schützenfest.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Naturpark-Ausflug Tretbecken Küstelberg Medebach

Das Tretbecken Küstelberg in Medebach ist ein historisch bedeutsamer Ort, der tief in der regionalen Geschichte verwurzelt ist. Der Küstelberg liegt an der legendären „Heidenstraße“, einem alten Handelsweg, der bereits in frühen Jahrhunderten von Köln über Winterberg bis nach Leipzig und weiter in östliche Regionen führte. Diese Verbindung prägte die Entwicklung des Ortes maßgeblich und machte ihn zu einem wichtigen Rastplatz für Kaufleute, Fuhrleute und Pferde.

Der Ort selbst wurde erstmals im Jahr 1177 urkundlich erwähnt, als eine Schenkung an das Kloster Küstelberg dokumentiert wurde. Die strategische Lage an der Grenze zwischen dem Fürstentum Waldeck und dem Erzbistum Köln führte über Jahrhunderte zu Spannungen und Konflikten. Dennoch entwickelte sich Küstelberg zu einem lebendigen Handelszentrum, in dem sich um das älteste Haus, das „Haus Ewers“, ein Rastplatz für Reisende etablierte. Besonders im 19. Jahrhundert erlebte der Ort eine Blütezeit, als die berühmte Schriftstellerin Henriette Davidis Teile ihres bekannten Kochbuchs hier verfasste und sogar zwei Gerichte nach Küstelberg benannte.

Ein weiteres kulturelles Highlight ist die Geschichte des Gnadenbildes der Mutter Gottes, das einst in Küstelberg verehrt wurde. Nach einem Verschollenwerden wurde es 1967 wiederentdeckt, restauriert und ist heute in der örtlichen Kirche zu bewundern. Die historische Bedeutung des Ortes spiegelt sich auch in der Tradition des Schützenfests wider, das seit 1966 an die Stelle der 1964 aufgegebenen Pferdemärkte getreten ist. Die Verbindung zur Region wurde zudem durch den Bau der „Kleinbahn Steinhelle – Medebach“ im Jahr 1902 gefestigt, die die Verkehrsanbindung und wirtschaftliche Entwicklung weiter vorantrieb.

Das Tretbecken selbst ist ein idyllischer Ort, der Natur und Geschichte vereint. Es liegt eingebettet in die malerische Landschaft des Sauerlandes und bietet Besuchern die Möglichkeit, die historische Bedeutung des Küstelbergs hautnah zu erleben. Ob als Ausgangspunkt für Wanderungen oder als Ort der Besinnung – das Tretbecken lädt ein, die reiche Vergangenheit des Ortes zu entdecken und die Ruhe der Natur zu genießen.

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