St. Georgenkirche
Highlights
- Die St. Georgenkirche in Glauchau wurde 1728 nach einem Stadtbrand neu erbaut.
- Das Innere der Kirche wurde 2005/2006 saniert und zeigt historische Farbgestaltung.
- Die Silbermann-Orgel von 1730 ist ein besonderes Klangdenkmal der Kirche.
Tipps
- Die St. Georgenkirche in Glauchau ist eine barocke Kirche aus dem Jahr 1728 mit einer restaurierten Silbermann-Orgel von 1730.
- Interessante Ausstattung: Altar von 1728, gotische Schnitzwerke, historische Glocken und ein Seitenaltar um 1500.
- Besichtigungen sind von April bis Dezember nach Absprache möglich, Konzerte und Gottesdienste finden regelmäßig statt.
Eigenschaften
Über St. Georgenkirche
Die St. Georgenkirche in Glauchau ist eine evangelische Kirche mit einer baugeschichtlichen Tradition, die bis ins frühe 18. Jahrhundert zurückreicht. Nach einem verheerenden Stadtbrand wurde das Gotteshaus zunächst repariert, jedoch aufgrund der instabilen Substanz später abgerissen und neu errichtet. Die heutige Kirche wurde bereits kurze Zeit später geweiht und hat seitdem als zentrales sakrales Bauwerk der Stadt gedient. Umfassende Sanierungsarbeiten in den vergangenen Jahrzehnten haben das äußere Erscheinungsbild sowie den Innenraum restauriert und dabei historische Farbgebung und Ausstattung wiederhergestellt.
Die Innenausstattung zeugt von einer reichen Spende- und Stiftungstradition. Der Altar stammt aus der Zeit der Kirchenweihe und wurde von einem Grafen Schönburg gestiftet. Ein Porträt des Stifters ziert den Raum ebenso wie ein Epitaph für einen weiteren Adligen der Familie. Die Kanzel, ebenfalls aus der Anfangszeit der Kirche, zeigt allegorische Darstellungen zur Kraft des Gotteswortes. Der Taufstein wurde vom damaligen Amtmann Pistorius geschenkt, während einige gotische Schnitzwerke noch aus der vorherigen Kirche stammen. Ein besonderes Kunstwerk ist der spätgotische Seitenaltar mit Darstellungen der göttlichen Familie und weiteren Heiligenfiguren.
Ein weiteres Highlight der Kirche ist die Silbermann-Orgel, die zeitnah nach der Kirchenweihe eingebaut wurde. Im Zuge umfangreicher Restaurationsarbeiten in den jüngeren Jahren wurde der historische Klangkörper weitestgehend rekonstruiert. Die Orgel gilt heute als eines der bedeutenden Zeugnisse sächsischer Orgelbaukunst. Ergänzt wird der klangvolle Eindruck durch das Geläut, das aus zwei historischen Glocken des frühen 18. Jahrhunderts sowie zwei neueren Exemplaren besteht. Musikalische Veranstaltungen und Gottesdienste finden regelmäßig statt und tragen zur lebendigen Nutzung des Raumes bei.
Die St. Georgenkirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein kulturhistorisches Denkmal mit städtebaulicher Präsenz im Glauchauer Kirchplatz. Die Architektur des Gebäudes spiegelt den barocken Stil der Bauzeit wider, während die restaurierte Fassade und der Turm einen markanten Stadtwandel darstellen. Auf Anfrage ist die Kirche in den warmeren Monaten für Besichtigungen, Stille und Einkehr geöffnet. Auch Führungen durch den Kirchenraum, den Turm oder zur Orgel können organisiert werden.