Museum

Pflegemuseum Kaiserswerth

Zeppenheimer Weg 20, 40489 Düsseldorf-Stadtbezirk 5

Highlights

  • Das Pflegemuseum Kaiserswerth zeigt die Geschichte der Pflege vom 19. Jahrhundert bis heute.
  • Gegründet 2011 im historischen Tabeahaus, einem neugotischen Gebäude aus dem Jahr 1903.
  • Die Ausstellung beleuchtet die Entwicklung der Krankenpflege und das Leben der Diakonissen.

Tipps

  • Das Pflegemuseum Kaiserswerth ist besonders für Pflegeschüler und Interessierte an der Geschichte der Pflege empfehlenswert.
  • Bei der Anfahrt sollte eingeplant werden, dass das Gelände groß ist und der Parkplatz vom Museum entfernt liegt.
  • Ein Besuch lohnt sich auch für die historische Bunkeranlage, die Teil des Geländes ist und zusätzliche Einblicke bietet.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Pflegemuseum Kaiserswerth

Das Pflegemuseum Kaiserswerth befindet sich im Stadtbezirk 5 von Düsseldorf und zählt zu den historischen Museen der Region. Es ist Teil der Fliedner-Kulturstiftung und beherbergt die erste spezialisierte Ausstellung zur Geschichte der Pflege in Deutschland. Die Einrichtung widmet sich der Entwicklung der Krankenpflege vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und zeigt dabei den Wandel der Pflegeberufe sowie die biografischen und historischen Kontexte der engagierten Pflegenden. Besucher erhalten Einblicke in die Tradition der Kaiserswerther Diakonie und deren prägende Rolle in der Pflegegeschichte.

Das Museum ist im ehemaligen Diakonissenkrankenhaus „Tabea“ untergebracht, einem denkmalgeschützten Gebäude im neugotischen Stil. Das ursprünglich 1903 eröffnete Gebäude wurde bis 2003 als Feierabendhaus genutzt, ehe es zur Heimstatt der Fliedner-Kulturstiftung wurde. Die Architektur des Gebäudes spiegelt die damaligen Vorstellungen von Heilung und Pflege wider: Die Zimmer waren nach Süden und Osten ausgerichtet, um von der Sonne zu profitieren, und der Steinholzestrich im Inneren sorgte für eine wohnliche Atmosphäre. Im Museum selbst werden sowohl Alltagsgegenstände, historische Dokumente als auch interaktive Elemente gezeigt, die die Entwicklung der Pflegewissenschaft nachvollziehbar machen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Rolle der Diakonissen und ihrer gelebten Nächstenliebe, die bis heute als kulturelles Erbe wirkt. Die Fliedner-Kulturstiftung, Träger des Museums, versteht sich als Ort des Bewahrens, Erforschens und Gestaltens im Kontext der Pflegegeschichte. Neben dem Museum beherbergt das Gelände auch ein Archiv und eine Fachbibliothek, die sich gezielt an Forschende und Interessierte aus den Bereichen Pflege, Theologie, Sozialwesen und Pädagogik wenden. Die Ausstellung wird ergänzt durch die Möglichkeit, die ehemalige Bunkeranlage auf dem Gelände zu besichtigen, die einen weiteren Einblick in die Geschichte der Diakonie bietet.

Gäste loben die liebevolle Gestaltung der Ausstellung und die kompetente Betreuung durch das Museumspersonal. Besonders für Auszubildende im Pflegebereich wird der Besuch als lohnenswert empfohlen, da er einen anschaulichen Zugang zur historischen Entwicklung ihres Berufsfelds bietet. Hinweise auf dem Gelände erleichtern die Orientierung, auch wenn das weitläufige Areal gelegentlich zu Verwirrung führen kann. Das Museum trägt mit seiner Ausstellung dazu bei, das Bewusstsein für die „Kultur des Helfens“ zu stärken und die Bedeutung der Pflege in der Gesellschaft sichtbar zu machen.

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