Obelisk Oelper
Highlights
- Der Obelisk in Ölper erinnert an das Gefecht vom 1. August 1809 zwischen Herzog Friedrich Wilhelm und westfälischen Truppen.
- Ölper liegt nördlich von Braunschweig zwischen der Oker und der A391 und gehört seit 1934 zur Stadt.
- Das Denkmal wurde 1843 zum 30. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig eingeweiht und zeigt Inschriften sowie Reliefs.
Tipps
- Das Denkmal kann bei freiem Eintritt besichtigt werden und lädt zu einem Spaziergang durch den historischen Ortsteil Ölper ein.
- Direkt am Obelisk befindet sich ein Parkplatz, von dem aus der Besuch zu Fuß oder mit dem Fahrrad bequem erreicht werden kann.
- In der Nähe des Denkmals gibt es mehrere Rastplätze entlang der Celler Heerstraße, die sich für eine kurze Pause anbieten.
Eigenschaften
Über Obelisk Oelper
Der Obelisk Ölper steht im Stadtteil Lehndorf-Watenbüttel der Stadt Braunschweig und erinnert an ein bedeutendes Ereignis der napoleonischen Kriegszeit. Das Denkmal wurde errichtet, um das Gefecht vom 1. August 1809 zu gedenken, das zwischen westfälischen Truppen und dem Freikorps von Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg stattfand. Dieser Kampf war Teil eines größeren Versuchs, die Stadt Braunschweig von der napoleonischen Besetzung zu befreien. Obwohl die Streitkräfte des Herzogs letztlich zurückgeschlagen wurden, gelang es ihnen, sich nach England zurückzuziehen. Das Ereignis markiert einen wichtigen Moment in der Geschichte des Herzogtums Braunschweig.
Das gusseiserne Denkmal ragt mit einer Höhe von 22 Metern auf dem Platz am südlichen Ortseingang von Ölper eindrucksvoll in den Himmel. Es besteht aus einem gedrungenen Obelisken, der sich über zwei Steinstufen und einem Postament mit Reliefs schreitender Löwen erhebt. Die Schauseite zeigt ein Schwert, umrankt von einem Lorbeerkranz, sowie eine Inschrift, die das Datum und den Namen des kämpfenden Herzogs nennt. An den Seitenflächen sind die Namen der an dem Gefecht beteiligten Offiziere eingraviert, während auf der Rückseite Orte weiterer Auseinandersetzungen verzeichnet sind. Die Gestaltung stammt vom Ministerialrat Johann Georg Christian von Koch und spiegelt den spätklassizistischen Stil der Zeit wider.
Ölper selbst hat eine lange Geschichte als ehemaliges Pfahldorf westlich der Oker. Seit dem Mittelalter spielte der Ort eine Rolle in der Verteidigung Braunschweigs, was sich unter anderem im Bau des Ölper Turms im 14. Jahrhundert niederschlug. Auch heute noch zeugen verschiedene historische Bauten wie die Kirche St. Jürgen oder die ehemalige Ölper Mühle von der Entwicklung des Ortes. Der nahegelegene Ölpersee, ein künstlich entstandener See durch Kiesabbau, lädt heute zu Erholung und Spaziergängen ein und ergänzt das landschaftliche Bild rund um das Denkmal.
Der Obelisk Ölper ist nicht nur ein Zeugnis militärischer Geschichte, sondern auch ein kulturelles Symbol, das an die Widerstandskraft und den Freiheitswillen der Bewohner erinnert. Mit seiner markanten Präsenz auf dem weiten Platz gewinnt das Denkmal eine besondere Ausstrahlung und zieht Besucher an, die sich für die regionalen geschichtlichen Zusammenhänge interessieren. Die jährliche Gedenkfeier zum 1. August unterstreicht die anhaltende Bedeutung des Ereignisses vor Ort.