Kirche/Kloster

St. Cyriakus

56743 Mendig

Highlights

  • Die Pfarrkirche St. Cyriakus in Niedermendig ist eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert.
  • 1852 bis 1857 wurde eine neugotische Kirche daneben erbaut, geweiht dem hl. Cyriakus und der hl. Barbara.
  • Bei Renovierungen wurden mittelalterliche Wandmalereien entdeckt und später freigelegt.

Tipps

  • Das Kirchenensemble besteht aus einem romanischen Teil mit mittelalterlichen Wandmalereien und einem neugotischen Bau aus dem 19. Jahrhundert.
  • Die Orgel von 1925 ist eine Klais-Orgel mit 36 Registern und befindet sich im neugotischen Teil der Kirche.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Cyriakus

Die Pfarrkirche St. Cyriakus in Niedermendig, einem Stadtteil von Mendig im Landkreis Mayen-Koblenz, zählt zu den bemerkenswerten Sakralbauten Rheinland-Pfalz. Das Kirchenensemble besteht aus zwei Baukörpern: einer romanischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert und einem neugotischen Anbau aus dem 19. Jahrhundert. Die ältere Kirche ist eine spätromanische Pfeilerbasilika, deren Entstehungszeit durch dendrochronologische Untersuchungen auf die Zeit um 1180 datiert wurde. Der Westturm, dessen erste beiden Geschosse um 1216 errichtet wurden, wurde später im 15. Jahrhundert um zwei weitere Stockwerke erhöht.

Die romanische Kirche zeigt im Innenraum eine dreischiffige Anlage mit einem quadratischen Chor und zwei Seitenschiffen, die jeweils in einer halbrunden Apsis enden. Besonders bemerkenswert sind die im Zuge von Renovierungsarbeiten im 19. Jahrhundert entdeckten und seit 1897 sichtbaren mittelalterlichen Wandmalereien, die aus dem 13. bis 15. Jahrhundert stammen. Die Innenräume sind zudem geprägt von Rundbögen, Kreuzgratgewölben und kunstvoll gestalteten Kapitellen. An der Südseite wurde im Spätmittelalter eine gotische Kapelle angebaut, in deren Gewölbe das Wappen der Grafen von Virneburg zu sehen ist.

Im Jahr 1852 bis 1857 entstand nördlich der alten Kirche ein neugotischer Bau, entworfen vom Kölner Architekten Vincenz Statz. Dieser dreischiffige Kirchenbau orientiert sich stilistisch an der Minoritenkirche in Köln und ist zusammen mit der romanischen Kirche ein harmonisches Ganzes. Die Innenausstattung umfasst unter anderem eine romanische Altarmensa, einen spätgotischen Flügelaltar mit der Beweinung Christi von Derick Baegert aus der Werkstatt von Kalkar sowie eine barocke Gottesmutter. Im Chor der alten Kirche befindet sich zudem ein Kreuzigungsbild mit einem Gemälde von Peter Brühl aus dem Jahr 1621.

Die Kirchenorgel wurde 1925 von der Bonner Orgelbauwerkstatt Klais erbaut und später 1963 umgebaut. Sie verfügt über 36 Register auf zwei Manualen und Pedal und wird durch pneumatische Spiel- und Registertraktur angetrieben. Das Klangbild der Orgel wird unter anderem durch Prof. Franz Lehrndorfer dokumentiert, der hier diverse Werke interpretierte. Auch das Glockengeläut ist von kulturhistorischem Wert: Nachdem 1942 drei der vier historischen Glocken eingeschmolzen worden waren, wurde 1950 ein neues Vierer-Geläut von der Glockengießerei Mabilon in Saarburg gegossen, wobei die einzige erhaltene Glocke aus dem Jahr 1651 passend umgegossen wurde.

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