Kirche/Kloster

Katholische Wallfahrtskirche St. Redemptor (Klausen)

Klausen 1, 84152 Mengkofen

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Katholische Wallfahrtskirche St. Redemptor in Mengkofen - Kultur & Sakralbau

Die Katholische Wallfahrtskirche St. Redemptor, auch bekannt als Klausenkapelle, liegt im Gemeindeteil Klausen der niederbayerischen Gemeinde Mengkofen im Landkreis Dingolfing-Landau. Die Kirche zählt heute zu den bedeutenden sakralen Kulturdenkmälern der Region und ist als Baudenkmal im Bayernatlas unter der Aktennummer D-2-79-127-49 registriert. Räumlich liegt sie etwa einen Kilometer südöstlich von Schloss Mengkofen und gehört zur Pfarreiengemeinschaft Mengkofen-Tunding mit Hüttenkofen/Puchhausen sowie zum Dekanat Dingolfing im Bistum Regensburg. Mit einem durchschnittlichen Google-Rating von 4,5 von 5 Sternen wird die Wallfahrtskirche regelmäßig positiv von Besuchern bewertet.

Die Geschichte der Klausenkapelle reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits vor dem frühen 18. Jahrhundert existierte eine Kapelle an dieser Stelle. Ab 1726 wurde durch die Schlossherrschaft von Mengkofen eine sogenannte Klause angebaut, in der zunächst der Eremit Heinrich Lanz, später Antonius, lebte. Die Klause wurde im Laufe der Zeit mehrfach verkauft und von verschiedenen Eremiten bewohnt, darunter Gregorius Hofmeister, Anuphrius Hilz und Palemon Fischl. Im Zuge der Säkularisation wurde die Eremitage offiziell aufgelöst, doch der letzte bekannte Eremit, Gregori Hofbauer, lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1811 weiterhin vor Ort. Danach übernahmen lokale Bewohner die Pflege der Kapelle, was heute durch den 2003 gegründeten Klausenkapellenverein fortgesetzt wird.

Baulich ist die Wallfahrtskirche St. Redemptor eine schlichte Saalkirche mit nicht eingezogenem Chor und einem spitzzelthemdachförmigen Dachreiter, der im Jahr um 1785 entstand. Ursprünglich umgab eine Kirchenmauer das Gelände, die jedoch später aufgrund baulicher Belastungen abgetragen wurde. Das Innere der Kirche ist farblich durch weiße Pilaster gegliedert, die sich vom gelb getünchten Mauerwerk abheben. Der Chorraum ist heute durch ein Gitter vom Kirchenschiff abgetrennt. Im Zentrum des Chors steht ein rundenförmiger Altar, auf dem eine Figur von Christus in der Rast aufgestellt ist. Der Altar beherbergt einen Altarstein, wodurch auch Messfeiern möglich sind. Anstelle eines Tabernakels zeigt eine verglaste Abbildung der Schwarzen Madonna von Altötting, die bis heute Wallfahrer aus der Oberpfalz anzieht, die auf dem Weg zur berühmten Gnadenkapelle unterwegs sind.

Die Katholische Wallfahrtskirche St. Redemptor steht somit nicht nur für eine reichhaltige Geschichte des asketischen Lebens, sondern auch für die lebendige Tradition der Volksfrömmigkeit in Niederbayern. Sie lädt sowohl Gläubige als auch Interessierte zu Besuch und Erholung in ruhiger, geschichtsträchtiger Atmosphäre ein. Die Pflege und Erhaltung des Kirchengebäudes erfolgt durch den engagierten Verein sowie die lokale Pfarrei, die gemeinsam dafür sorgen, dass dieses sakrale Kleinod weiterhin für künftige Generationen erhalten bleibt.

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