Kirche/Kloster

Pfarramt Teglingen

Teglinger Hauptstraße 16, 49716 Meppen

Highlights

  • Die Propsteikirche Teglingen (Meppen) geht auf eine 780 gegründete Missionsstation zurück, gegründet von angelsächsischen Mönchen aus Utrecht.
  • 1922 entstand in Schwefingen (heute Teil von Teglingen) eine eigene Kapelle für die Gläubigen, um den Weg zum Gottesdienst zu verkürzen.

Tipps

  • Der achteckige Turm mit spitzem Helm und das neugotische Westportal stammen aus dem 19. Jahrhundert und prägen das Erscheinungsbild der Kirche bis heute.
  • Ein Rundgang beginnt traditionell durch das westliche Hauptportal und führt zum Hochaltar, wobei die Bauphasen und künstlerischen Details der Kirche sichtbar werden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

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Das Pfarramt Teglingen in Meppen ist ein historisch bedeutsamer Ort, der tief in der christlichen Tradition der Region verwurzelt ist. Die Ursprünge reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück, als Meppen als Missionsstation gegründet wurde und später unter die Obhut des Benediktiner-Klosters Corvey gestellt wurde. Die heutige Pfarrkirche trägt diese Geschichte in ihren Mauern – etwa im erhaltenen romanischen Nordportal aus dem 13. Jahrhundert, das Zeugnis einer Zeit ablegt, in der die Region zum Zentrum des christlichen Glaubens im Emsland wurde.

Im Laufe der Jahrhunderte prägten Brände, Umbauten und kulturelle Wandlungen das Erscheinungsbild des Gotteshauses. Nach einem verheerenden Brand im 17. Jahrhundert wurde die Kirche wiederaufgebaut, wobei der markante achteckige Turm mit seinem spitzen Helm und das neugotische Westportal hinzugefügt wurden. Besonders die Reformation hinterließ Spuren: Meppen wechselte zwischen katholischer und reformierter Prägung, bevor es im 17. Jahrhundert endgültig zur katholischen Tradition zurückkehrte. Diese Vielfalt spiegelt sich bis heute in der offenen und weltoffenen Gemeindearbeit wider, die das Pfarramt Teglingen auszeichnet.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Nähe zur Bevölkerung, wie das Beispiel der 1922 errichteten Kapelle in Schwefingen zeigt. Geweiht dem heiligen Joseph, sollte sie den Gläubigen den Zugang zum Gottesdienst erleichtern – ein Zeichen für die anpassungsfähige und gemeindeorientierte Seelsorge. Eine prägende Figur der Region war Rektor Heinrich Haunert, der über vier Jahrzehnte lang (von 1949 bis 1997) die Gemeinde begleitete und ihr eine bleibende Prägung verlieh. Sein Engagement steht für die Verbindung von Tradition und zeitgemäßer Spiritualität, die das Pfarramt Teglingen bis heute ausmacht.

Das Pfarramt ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt für Veranstaltungen wie das jährliche Zeltlager der Propsteigemeinde. Diese Aktivitäten stärken den Zusammenhalt und bieten Raum für Begegnung – ob für Familien, Jugendliche oder Senioren. Mit einer durchweg positiven Bewertung von 5,0 Sternen in über 20 Bewertungen unterstreicht es seinen Ruf als ein Ort der Geborgenheit, des Respekts und der offenen Herzlichkeit. Wer die Geschichte Meppens erleben und gleichzeitig die lebendige Gegenwart der katholischen Gemeinde spüren möchte, findet hier einen Ort, der beide Welten verbindet.

Besonders reizvoll ist der Blick auf die Entwicklung der Pfarrei im Wandel der Zeit: Während im Bistum Osnabrück erst nach der Gründung neuer Gemeinden Wahlen stattfinden, zeigt das Pfarramt Teglingen, wie sich kirchliches Leben an die Bedürfnisse der Menschen anpasst. Ob durch Restaurierungen, den Aufbau neuer Kapellen oder moderne Seelsorgekonzepte – hier wird Geschichte lebendig, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Geschichtsinteressierte, sondern für alle, die die Kraft des Glaubens in einer sich wandelnden Welt erleben möchten.

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