Deutsches Chemie-Museum
Highlights
- Das Deutsche Chemie-Museum Merseburg ist einzigartig in Europa und zeigt über 300 originale chemische Anlagen und Maschinen.
- Zentrale Exponate sind die Ammoniaksynthesekammer und eine funktionsfähige Umlaufpumpe aus den Anfangsjahren der Haber-Bosch-Synthese.
- Das Museum vermittelt seit 1997 mit dem Projekt 'Chemie zum Anfassen' Schülern praktisches Wissen in eigenen Laboren.
Tipps
- Die große Gasumlaufpumpe ist ein Highlight und lohnt die Anreise – am besten bei einer Führung erleben.
- Ein Besuch lohnt sich besonders für Technikinteressierte, da über 300 Exponate im Freigelände ausgestellt sind.
- Für Schulklassen und Gruppen ist eine Voranmeldung empfehlenswert, um gezielte Führungen zu erhalten.
Eigenschaften
Über Deutsches Chemie-Museum
Das Deutsche Chemie-Museum in Merseburg widmet sich der Geschichte und Entwicklung der chemischen Industrie in Mitteldeutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 1993 hat es sich zur größten Sammlung historischer Apparate und Anlagen der chemischen Industrie in Europa entwickelt. Auf einer Fläche von über 36.000 Quadratmetern in ehemaligen Chemie-Dreiecks zwischen Halle, Leipzig und Dessau präsentiert das Museum eindrucksvoll technische Zeugnisse vergangener Jahrzehnte. Die Exponate stammen größtenteils aus ehemaligen Industriebetrieben wie den Leuna-Werken und den Buna-Werken in Schkopau.
Im Zentrum der Ausstellung stehen originale Großgeräte, darunter die beeindruckende Ammoniak-Synthesekammer sowie die zugehörige große Gasumlaufpumpe aus den Anfangsjahren der großtechnischen Ammoniaksynthese nach dem Haber-Bosch-Verfahren. Mehr als 300 Exponate sind im Technikpark direkt im Freien zu sehen, darunter Pumpen, Kompressoren, Reaktoren, Destillationsanlagen und Anlagen zur Elektrolyse. Besucher erhalten Einblicke in Bereiche wie Hochdrucktechnik, Kunststoffverarbeitung und elektrochemische Prozesse. Ein kleiner Aussichtshügel ermöglicht einen Überblick über den südlichen Teil des Geländes mit weiteren historischen Anlagen.
Das Museum versteht sich nicht nur als Ausstellungsraum, sondern auch als Bildungsort. Seit den späten 1990er Jahren werden durch das Projekt „Chemie zum Anfassen“ Schülerinnen und Schülern experimentelle Einblicke in chemische Prozesse ermöglicht. Neben dem Technikpark gibt es spezielle Bereiche wie das Erlebnisfeld Elektro, Prüflabore und interaktive Entdeckerbereiche. Die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Merseburg, die auf dem ehemaligen Campus der Technischen Hochschule „Carl Schorlemmer“ Leuna-Merseburg angesiedelt ist, unterstreicht den wissenschaftlichen Anspruch des Museums.
Besucher loben insbesondere die Möglichkeit, bestimmte Anlagen in Betrieb zu sehen, wie etwa die große Gasumlaufpumpe, die selbst bei fehlender regulärer Führung von engagierten Mitarbeitern aktiviert wird. Auch die Vielfalt an historischen Geräten und Maschinen wird als besonders eindrucksvoll wahrgenommen. Das Museum wird auf Google mit durchschnittlich 4,6 von 5 Sternen bei über 1.000 Bewertungen bewertet. Viele Gäste empfehlen jedoch, sich bei der Besichtigung von einer Führung begleiten zu lassen, um den vollen Zugang zu allen Bereichen zu erhalten.