Naturschutzgebiet

Bormecke

Im Schlahbruch 35, 59872 Meschede

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Ganzjährig

Ausflug Natur Schutz NSG Bormecke Meschede

Das Naturschutzgebiet Bormecke liegt direkt an der nördlichen Stadtgrenze von Meschede im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen und erstreckt sich über eine Fläche von 75,18 Hektar. Es befindet sich im Arnsberger Wald und wurde erstmals im Rahmen des Landschaftsplans Meschede als Naturschutzgebiet ausgewiesen, später deutlich vergrößert und im Zuge ökologischer Ausgleichsmaßnahmen weiterentwickelt. Das Schutzgebiet umfasst das Quellgebiet des Bormeckebachs und grenzt im Norden an die Stadt Warstein. Östlich des Gebiets verläuft die Landstraße zum benachbarten Naturschutzgebiet Hamorsbruch/Bermecke.

Das Gelände ist geprägt durch ehemalige Fichten-Reinbestände, die im Zuge von Umwidmungen in eine naturnahe, halboffene Moorlandschaft mit einzelnen Tümpeln und Feuchtbiotopen überführt wurden. Im NSG kommen großflächig Niedermoor- und Moorgleyböden vor, die durch gezielte Maßnahmen wie das Verdämmen von Entwässerungsgräben und die Renaturierung begradigter Gewässerabschnitte erhalten und entwickelt werden. Besondere Bedeutung haben auch die am Standort vorkommenden bodensauren Buchen- und bachbegleitenden Erlenwälder, die gemäß FFH-Richtlinie unter Schutz stehen.

Das Bormecketal verfügt über naturnahe Abschnitte mit Bruchwaldrelikten und wird durch zwei Hauptquellarme gespeist, die westlich und östlich der umgestalteten Waldflächen entspringen. Im Norden des Gebiets mündet zudem ein weiterer Quellbach aus jenseits der Plangebietsgrenze in die Bormecke. Die Flora des Naturschutzgebiets beinhaltet verschiedene auf der Roten Liste geführte Pflanzenarten, was den hohen ökologischen Wert des Standorts unterstreicht. Rechtlich ist das Gebiet durch den Biotopschutz gemäß § 30 Bundesnaturschutzgesetz geschützt.

Die Schutzziele des NSG umfassen die langfristige Erhaltung und Weiterentwicklung der Moor- und Feuchtbiotope sowie die rechtliche Umsetzung der FFH-Gebietsmeldung „Arnsberger Wald“. Dabei stehen insbesondere die Verbesserung der Wasserhaushaltsbedingungen und die Förderung natürlicher Waldgesellschaften im Vordergrund. In Teilen des Gebiets, etwa entlang des Plackwegs, ist ein forstlicher Nadelholzanteil von bis zu 20 Prozent weiterhin zulässig. Insgesamt dient das Naturschutzgebiet Bormecke als wichtiger Bestandteil des ökologischen Netzwerks im Hochsauerlandkreis und trägt zur Erhaltung gefährdeter Lebensräume bei.

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