Hamorsbruch / Bermecke
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Hamorsbruch / Bermecke liegt nordwestlich des Fernmeldeturms Meschede und grenzt an Warstein.
- Es umfasst Birkenmoorwälder, Buchen- und Fichtenwälder sowie wertvolle Feuchtbiotope und Quellbereiche.
- Das Gebiet ist seit 2004 Teil des FFH-Gebietes Hamorsbruch und Quellbäche und steht unter Biotopschutz.
Tipps
- Das Gelände ist teilweise schwer zugänglich, eignet sich aber gut für Naturliebhaber.
- Im Südwesten verläuft ein markantes Hohlwegebündel, das erkundet werden kann.
- Moorwälder und Buchenbestände bieten abwechslungsreiche Wanderwege.
Eigenschaften
Ausflug Natur Schutz NSG Hamorsbruch Bermecke Warstein
Das Naturschutzgebiet Hamorsbruch / Bermecke liegt im nordrhein-westfälischen Warstein am nördlichen Stadtrand und grenzt direkt an den Hochsauerlandkreis. Es zählt zu den besonderen Naturschutzflächen im Arnsberger Wald und erstreckt sich über eine Fläche von rund 131 Hektar. Ursprünglich bereits mehrfach als Naturschutzgebiet ausgewiesen, wurde es zuletzt im Zuge der Neuaufstellung des Landschaftsplanes Meschede erneut bestätigt und in seiner Größe erweitert. Seit 2004 ist das Gebiet auch Teil des europäisch bedeutsamen FFH-Gebietes „Hamorsbruch und Quellbäche“. Aufgrund seiner landschaftlichen und ökologischen Vielfalt ist es sowohl unter Naturschutz stehend als auch ein lohnendes Ausflugsziel für Naturinteressierte.
Geprägt wird das Hamorsbruch / Bermecke vor allem von seinen besonderen Moorwäldern, insbesondere den seltener werdenden Karpatenbirken-Bruchwäldern, die auf bis zu zwei Meter mächtigen Torfkörpern wachsen. Diese Birkenwälder zählen zu den schutzwürdigen Biotoptypen und beherbergen eine artenreiche Krautschicht mit Pflanzen wie Scheiden-Wollgras, Siebenstern und Blaubeere. Im Südwesten des Gebietes finden sich zudem Hainsimsen-Buchenwälder sowie verschiedene Fichtenbestände unterschiedlichen Alters. Die Moorflächen sind hier deutlich ausgedehnter als die Bruchwaldanteile vermuten lassen, und die Torfschichten entstanden erst im Mittelalter, wie pollenanalytische Untersuchungen belegen. Die Vegetation wird zusätzlich durch Quellfluren, Erlenbrüche und Feuchtbrachen entlang der Bäche Bermecke und Bilsteinbach ergänzt.
Das Gelände ist landschaftlich vielfältig geformt und weist sowohl abgeschiedene, schwer zugängliche Bereiche als auch strukturreiche Feuchtgebiete auf. Im Norden bildet der markante Fuchsloch-Bruchwald die Kreisgrenze und gleichzeitig eine zentrale Ausprägung des ehemaligen Moor- und Quellbachtals. Hier zieht sich ein etwa 100 Meter breiter Laubwaldgürtel entlang der Bermecke, flankiert von jüngeren Fichtenbeständen außerhalb des NSG. Die Entwässerung des Geländes erfolgt über natürliche sowie angelegte Gräben, wobei die Verbesserung der Wasserhaushaltsbedingungen durch Verdämmung von Entwässerungsgräben eine wichtige Maßnahme zur Erhaltung der Moorlebensräume darstellt. Im südlichen Bereich erstreckt sich zudem ein landschaftlich interessantes Hohlwegebündel mit vielfältigen Kleinstandorten.
Das Hamorsbruch / Bermecke beherbergt zahlreiche auf der Roten Liste geführte Pflanzenarten, darunter der Adlerfarn, die Heidelbeere, das Kahnblättrige Torfmoos sowie verschiedene seltene Moosarten. Tierische Bewohner profitieren von der hohen Strukturvielfalt der Lebensräume, die von nährstoffarmen Moorböden bis hin zu feuchten Auenwäldern reichen. Aufgrund seiner besonderen ökologischen Bedeutung steht das Gebiet unter dem Biotopschutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Besucher finden hier Ruhe und Erholung inmitten einer unberührten Natur, die sowohl landschaftlich als auch biologisch viel zu bieten hat – ein lohnendes Ziel für Naturliebhaber und alle, die dem Alltagsstress entfliehen möchten.
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Häufige Fragen zu Hamorsbruch / Bermecke
Wo liegt das Naturschutzgebiet Hamorsbruch / Bermecke?
Quelle: wikipedia
Welche Fläche hat das NSG Hamorsbruch / Bermecke?
Quelle: website
Seit wann ist das Gebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen?
Quelle: wikipedia
Welche Biotope gibt es im NSG Hamorsbruch / Bermecke?
Quelle: website
Ist das NSG Teil eines FFH-Gebietes?
Quelle: wikipedia