Strönfeld
Eigenschaften
Ausflug Natur Schutz NSG Strönfeld Metelen
Das Naturschutzgebiet Strönfeld befindet sich im nordrhein-westfälischen Metelen im Kreis Steinfurt. Es erstreckt sich westlich des Ortskerns und umfasst eine Fläche von rund 251 Hektar. Das Gelände liegt zu beiden Seiten der Kreisstraße 59 und grenzt im Westen an die Landesstraße 573 sowie die Autobahn A 31. Im Nordosten verläuft die L 582 und im Süden die B 70. Unweit westlich befindet sich zudem das ebenfalls unter Naturschutz stehende Gebiet Füchte Kallenbeck.
Das Gebiet wurde erstmals 1982 unter der Kennnummer ST-039 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist heute rechtskräftig geschützt. Ziel des Schutzes ist es, seltene und zum Teil stark gefährdete Pflanzen- und Tierarten in ihrem natürlichen Lebensraum zu erhalten. Ursprünglich handelte es sich bei Strönfeld um ein offenes Heidegelände, das im Verlauf des 20. Jahrhunderts zunehmend kultiviert wurde. Heute prägen Hecken, alte Baumreihen sowie grasbewachsene Wege das Landschaftsbild. Das Gelände ist außerdem Teil des europäischen Vogelschutzgebiets „Feuchtwiesen im nördlichen Münsterland“ und gehört zum ökologischen Netzwerk Natura 2000.
Im Fokus des Naturschutzes stehen insbesondere Feucht- und Trockenheideflächen sowie extensive Feuchtwiesen, die als Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für verschiedene Vogelarten von landesweiter Bedeutung dienen. Dazu gehören unter anderem der Große Brachvogel, die Uferschnepfe und die Bekassine. Auch viele weitere, zum Teil gefährdete Arten wie der Kranich, die Kornweihe oder der Teichrohrsänger profitieren von den hier erhaltenen Lebensräumen. Neben Vögeln bieten die nährstoffarmen Böden und Feuchtgrünlandflächen auch seltenen Amphibien und Wirbellosen einen geeigneten Lebensraum. Die langfristigen Schutzziele sehen eine Erhaltung und Entwicklung der charakteristischen Feuchtwiesenlandschaft vor, wobei eine nachhaltige Bewirtschaftung zur Vermeidung von Eutrophierung eine zentrale Rolle spielt.
Das Naturschutzgebiet Strönfeld ist nicht nur ökologisch bedeutend, sondern auch landschaftlich reizvoll. Seine besondere Eigenart, Schönheit und Unersetzbarkeit machen es zu einem wertvollen Teil des Naturerbes in Nordrhein-Westfalen. Durch seine Lage im Biotopverbund des nördlichen Münsterlands trägt es zudem zur Stabilisierung und Vernetzung ökologischer Flächen auf regionaler und europäischer Ebene bei.