Denkmal/Gedenkstätte

Obstbaumuseum Glems

Eberbergstraße 24, 72555 Metzingen-Glems

Highlights

  • Das Obstbaumuseum Glems befindet sich in einer historischen Kelter aus dem Jahr 1516.
  • Es vermittelt anschaulich die Traditionen der Streuobstkultur inmitten der Obstwiesen am Fuße der Schwäbischen Alb.
  • Ein Birnen-Erlebnisweg und interaktive Angebote wie Actionbound laden zum Entdecken der regionalen Obstvielfalt ein.

Tipps

  • Das Museum liegt in einer historischen Kelter und bietet interaktive Einblicke in die Streuobstkultur – ein Besuch lohnt sich besonders für Familien.
  • Auf Wunsch kann frisch gepresster Saft in verschiedenen Größen abgefüllt werden – ideal zum Mitnehmen.
  • Der nahegelegene Birnen-Erlebnisweg ermöglicht einen erlebnisreichen Rundgang durch die Streuobstwiesen mit anschließendem Umtrunk.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Obstbaumuseum Glems

Das Obstbaumuseum Glems befindet sich im baden-württembergischen Metzingen-Glems und ist in eine historische Kelter aus dem 16. Jahrhundert integriert. Die ehemalige Weinpressanlage wurde liebevoll restauriert und beherbergt heute eine anschauliche Dauerausstellung zur Streuobstkultur. Thematische Schwerpunkte sind die Vielfalt alter Obstsorten, die Verarbeitung von Obst zu Saft, Most, Schnaps und Konserven sowie die Bedeutung der Streuobstwiesen für Natur und Kultur. Die Ausstellung richtet sich gleichermaßen an Kinder und Erwachsene und überzeugt durch ein didaktisch gut durchdachtes Konzept.

Ein besonderes Angebot des Museums ist die Möglichkeit, selbst Apfel- oder Birnensaft zu pressen. Die Besucher*innen können aktiv an der historischen Kelteranlage mitwirken und den Saft in verschiedenen Größen abfüllen. Neben der Museumsausstellung gibt es eine kleine Verkostung und ein Museumslädle, in dem regionale Produkte käuflich erworben werden können. Auch eine Gaststube ist vorhanden, in der Speisen und Getränke aus der Obstverarbeitung serviert werden. Die Atmosphäre des Museums wird von einem familiären Flair geprägt, das auch internationale Gäste anspricht.

Das Museum ist Teil eines lebendigen Kulturlandschaftsverbundes: Die umliegenden Streuobstwiesen zählen zum größten zusammenhängenden Streuobstgebiet Mittel- und Westeuropas und sind als UNESCO-Biosphärenreservat Schwäbische Alb anerkannt. Ein spezieller Birnen-Erlebnisweg lädt zu einer anschaulichen Rundwanderung ein, bei der unterhaltsame Stationen Wissen über alte Mostbirnensorten und ökologische Zusammenhänge vermitteln. Eine virtuelle Schnitzeljagd per App ergänzt das Angebot und richtet sich besonders an junge Besucher*innen.

Träger des Museums ist der gemeinnützige Förderverein Obstbaumuseum Glems e.V., der sich seit Jahrzehnten für den Erhalt der regionalen Obstbaukultur einsetzt. Neben der Pflege des Museumsgebäudes und der Außenanlagen betreibt der Verein auch eine eigene Mosterei mit einer modernen Bag-in-Box-Anlage. Regelmäßige Veranstaltungen, Führungen und Workshops tragen dazu bei, das Museum lebendig zu erhalten. Auch Kooperationen mit anderen Keltern im Landkreis Reutlingen unterstreichen die regionale Verankerung des Projekts.

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