Kirche/Kloster

Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Pfarrgasse 4, 83714 Miesbach

Highlights

  • Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Miesbach wurde erstmals 1312 urkundlich erwähnt und nach dem Brand 1527 im barocken Stil neu erbaut.
  • 1999/2000 erhielt die Kirche eine moderne Umgestaltung, die spätbarocke Wandgliederung und die Marienstatue an der Ostwand wieder betonte.
  • Der heutige einschiffige Kirchenbau (1724) verbindet romanisches Langhaus und gotischen Chorraum – rollstuhlgerechter Zugang und Parkplatz vorhanden.

Tipps

  • Der barocke Stuckdekor der Miesbach-Schlierseer Stuckatorengruppe prägt die Innenausstattung aus dem 18. Jahrhundert und zeigt sich besonders an den Gewölben und Wandvertiefungen.
  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ermöglicht es Besuchern, die Kirche ohne Hindernisse zu betreten und die historischen und künstlerischen Elemente zu erkunden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt Miesbach – Sakrale Kultur

Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Miesbach ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk mit einer bewegten Geschichte, die bis ins frühe Mittelalter zurückreicht. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Kirche im Jahr 1312, doch ihre Ursprünge lassen sich noch weiter in die Vergangenheit datieren. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1527 erfolgte ein Neubau im barocken Stil, der durch die Miesbach-Schlierseer Stuckatorengruppe prächtig ausgestattet wurde. Diese Epoche prägte das Erscheinungsbild der Kirche mit üppigen Verzierungen, die im Laufe der Jahrhunderte jedoch zunehmend verblassten.

Im 19. Jahrhundert erlebte die Kirche mehrere Umgestaltungen. Nur wenige Jahrzehnte später, 1936/37, wurde diese Gestaltung unter Stadtpfarrer Trasberger durch eine neu-barocke Prägung ersetzt. Die Kirche passte sich damit den zeitgenössischen künstlerischen Strömungen an, während sie gleichzeitig ihre traditionelle Funktion als Zentrum des katholischen Lebens in Miesbach bewahrte.

Ein markanter Einschnitt war die radikale Neuordnung der Kirche im Jahr 1963, die im Zuge der neuen Konzilsliturgie erfolgte. Diese Umgestaltung folgte den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils und richtete den Blick auf eine modernere, partizipativere Gottesdienstgestaltung. Spätere Anpassungen, etwa die moderate Renovierung von 1999/2000, brachten die Marienstatue zurück an die Ostwand und betonten die spätbarocke Wandgliederung durch eine wärmere Farbgestaltung. Dabei wurde das historische Chorgewölbegemälde aus dem Jahr 1724 freigelegt, das heute noch als Zeugnis der barocken Kunstepoche zu sehen ist.

Der heutige Kirchenbau vereint romanische und gotische Elemente: Das einschiffige Langhaus geht nahtlos in den eingezogenen Chorraum über, der sich durch seine gotische Architektur auszeichnet. Eine Pfarrbeschreibung aus dem Jahr 1817 beschrieb die Kirche als „von mittlerer Größe, proportioniert gebaut, licht und gesund“ – eine Charakterisierung, die bis heute Gültigkeit besitzt. Die Kirche ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Glaubens, der durch sein breit gefächertes Angebot an Begleitung und Beratung, etwa im Rahmen von EKP- und PEKIP-Gruppen, auf die Bedürfnisse der Gemeinde eingeht.

Mit einem Google-Rating von 4,6 Sternen aus über 20 Bewertungen gilt die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt als ein willkommener Ort für Kulturinteressierte und Gläubige gleichermaßen. Der rollstuhlgerechte Zugang und Parkplatz machen sie zudem barrierefrei zugänglich, sodass sie für alle Besucher offen steht. Als historisches Zentrum des katholischen Lebens in Miesbach verbindet sie Tradition mit zeitgemäßer Spiritualität und lädt zum Verweilen, Betrachten und Innehalten ein.

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