Denkmal/Gedenkstätte

Obelisk, Grabstätte von Christoph M. Wieland, Anna D. Wieland, Sophie Brentano

99510 Oßmannstedt

Highlights

  • Das Grab von Christoph Martin Wieland in Oßmannstedt beherbergt auch seine Ehefrau Anna Dorothea und Sophie Brentano.
  • Der dreiseitige Obelisk wurde 1807 von Carl Gottlieb Weisser entworfen und zeigt freimaurerische Symbole.
  • Die gusseiserne Umzäunung stammt von Clemens Wenzeslaus Coudray und wurde 1829 angebracht.

Tipps

  • Besuchen Sie das Grabmal südwestlich des Wielandgutes im Park, gelegen am Ufer der Ilm.
  • Die Stätte ist durch eine historische Eisenumzäunung von 1829 umgeben und bietet einen ruhigen Rückzugsort.
  • Lassen Sie sich vom Obelisken mit freimaurerischen Symbolen und dem Distichon Wielands inspirieren.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Obelisk, Grabstätte von Christoph M. Wieland, Anna D. Wieland, Sophie Brentano

Die Grabstätte des Christoph Martin Wieland befindet sich im Ortsteil Oßmannstedt im Landkreis Weimarer Land in Thüringen. Sie gilt als eine der bedeutendsten literarischen Grabanlagen des Landes und zählt zu den Dichtergräbern in Thüringen. Die idyllisch am Ufer der Ilm gelegene Stätte beherbergt neben Wieland auch die letzte Ruhestätte seiner Ehefrau Anna Dorothea Wieland sowie der Schriftstellerin Sophie Brentano. Die Anlage ist südwestlich des ehemaligen Wielandgutes im Park angelegt und markiert den Abschluss einer Kastanienallee, die vom Gut aus führt.

Die Gestaltung der Grabstätte erfolgte nach Plänen von Carl Bertuch. Der zentrale Obelisk, errichtet von Carl Gottlieb Weisser, zählt zu den herausragenden Gestaltungselementen und trägt freimaurerische Symbole sowie ein Distichon von Wieland. Die eiserne Einfriedung stammt von Clemens Wenzeslaus Coudray und wurde später hinzugefügt. Die Inschrift am Grabstein verweist auf die Verbundenheit der hier begrabenen Personen: „Liebe und Freundschaft umschlang die verwandten Seelen im Leben, und ihr Sterbliches deckt dieser gemeinsame Stein.“

Christoph Martin Wieland, einer der wichtigsten Dichter der deutschen Aufklärung, sicherte sich bei Verkauf seines Gutes in Oßmannstedt das Recht, an dieser Stelle begraben zu werden. Die Grabanlage spiegelt nicht nur seine literarische Bedeutung wider, sondern auch die engen persönlichen Beziehungen zu seiner Familie und zu Sophie Brentano. Die ruhige Lage im Park und direkt an der Ilm verleiht dem Ort eine besondere Atmosphäre, die von Besucherinnen und Besuchern regelmäßig wahrgenommen wird.

Das Grab gilt als eines der schönsten Dichtergräber Deutschlands. Literaturhistoriker wie Arno Schmidt haben es in hohem Maße gewürdigt. Auch Goethe äußerte sich über die Grabstätte, wenn auch mit einem kritischen Unterton bezüglich der eisernen Umzäunung. Heute steht die Anlage unter Denkmalschutz und zieht als kulturelles Zeugnis der deutschen Literaturgeschichte zahlreiche Interessierte an.

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