Alexander Tutsek-Stiftung | BlackBox & BlackBox FirstFloor
Highlights
- Die Alexander Tutsek-Stiftung zeigt zeitgenössische Fotografie und Glas-Skulpturen mit Fokus auf asiatische Künstler wie Ren Hang oder Cao Fei.
- BlackBox & BlackBox FirstFloor bieten 70 Werke der Sammlung in wechselnden Ausstellungen – der Rest liegt im Depot.
- Seit 2004 präsentierte die Stiftung 21 Ausstellungen, darunter Glasinstallationen wie *Alar* (404 kg) und Fotografie-Serien wie *The Brown Sisters*.
Tipps
- Die BlackBox und der BlackBox FirstFloor verfügen über barrierefreie Zugänge, die einen ungehinderten Besuch für alle Gäste ermöglichen.
- Die Ausstellungsräume bieten ausreichend Platz für individuelle Betrachtung und bieten eine ruhige Atmosphäre zur Auseinandersetzung mit den Werken.
- Die Sammlung umfasst zeitgenössische Glasinstallationen und Fotografie, die thematische Schwerpunkte wie digitale Medien oder asiatische Künstler*innen aufgreifen.
Eigenschaften
Kunst & Kultur in München: BlackBox & FirstFloor
Die Alexander Tutsek-Stiftung in München vereint zeitgenössische Kunst mit innovativer Materialforschung und setzt mit ihren Ausstellungsräumen BlackBox und BlackBox FirstFloor in der Parkstadt Schwabing neue Maßstäbe. In den großzügig gestalteten, modernen Räumen werden wechselnde Schwerpunkte gesetzt – von Glasinstallationen bis zu fotografischen Positionen. Ein Highlight ist das 404 Kilogramm schwere Werk Alar („Flügel“), das mit seiner monumentalen Präsenz die Bandbreite der Sammlung unterstreicht.
Ein zentraler Fokus liegt auf der Förderung asiatischer Fotografie: Werke von Künstler*innen wie Ren Hang, RongRong oder Cao Fei sind Teil des wachsenden Bestands. Die Stiftung unterstützt zudem Nachwuchskünstler*innen durch Ausstellungsprojekte und finanzielle Mittel – etwa für die Jahresausstellung der Münchner Akademie der bildenden Künste oder die Glasklasse der Hochschule Koblenz. Seit 2016 engagiert sich die Stiftung als Hauptförderin des Haus der Kunst, wo sie unter anderem die Ausstellung Fotografie heute mit einer dreiteiligen Reihe zu digitaler Kunst ermöglicht hat.
Die Ausstellungen greifen gesellschaftlich relevante Themen auf und präsentieren oft ungewöhnliche Materialien wie Glas in ungewöhnlichen Kontexten – etwa in der Arbeit Calm of Water V der japanischen Künstlerin Masayo Odahashi, die eine sitzende Figur in meditativer Geste zeigt. Mit 386 Werken ist Ann Wolff die am häufigsten vertretene Künstlerin in der Sammlung, deren Zeichnungen und Glasobjekte zwei eigene Ausstellungen und Kataloge inspirierten.
Die BlackBox und der FirstFloor bieten mit 455 LEDs optimale Lichtbedingungen für die Inszenierung der Werke. Während etwa 70 Objekte pro Ausstellung zu sehen sind, lagern die restlichen 95 % der Sammlung in einem klimatisierten Depot. Die Stiftung verbindet Kunst mit Forschung: Seit 2019 vergibt sie jährlich 30 Deutschlandstipendien an Studierende der Technischen Universität München – ein Zeichen für den interdisziplinären Anspruch, der Glas, Fotografie und digitale Medien verbindet.
Besucher*innen entdecken hier nicht nur aktuelle Positionen, sondern auch historische Werke wie das älteste Stück aus dem Jahr 1960. Die Räume wirken durch ihre klare Architektur und flexible Nutzung als Ort der Reflexion – ob in Ausstellungen wie The World in My Hand (mit Smartphone-Spuren in der Kunst) oder Love, Maybe, die Intimität und Begehren erkundet. Die Alexander Tutsek-Stiftung zeigt damit, wie zeitgenössische Kunst Materialien, Technologien und gesellschaftliche Debatten verbindet – immer mit Blick auf München als lebendigen Kulturort.