Galerie

Empfangshalle

Schwere-Reiter-Str. 2s, 80809 München

Highlights

  • EMPFANGSHALLE ist seit 2001 Künstlerduo von Corbinian Böhm und Michael Gruber mit Fokus auf öffentliche Kunstprojekte.
  • Das Duo zeigt 2025 im Haus der Kunst München die Gruppenausstellung ‚zusammen arbeiten‘ im Rahmen von ‚2025 Flood the Zone‘.
  • Ihre Werke thematisieren oft gesellschaftliche Fragen wie Migration, Haft und historische Identität – etwa in der JVA oder im Olympiapark München.

Tipps

  • Die Empfangshalle befindet sich in einem künstlerisch geprägten Umfeld mit Bezug zu aktuellen Ausstellungen wie der Gruppenausstellung *zusammen arbeiten* im Haus der Kunst.
  • Besucher können auf thematische Installationen stoßen, die gesellschaftliche Fragestellungen wie Arbeitslosigkeit oder Sehnsüchte nach historischer Identität aufgreifen.
  • Die Ausstellungsorte variieren zwischen traditionellen Galerien wie der Galerie der DG und öffentlichen Räumen wie dem Olympiapark oder der Pinakothek der Moderne.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunst & Kultur in Münchens Empfangshalle entdecken

Die Empfangshalle in München ist ein bedeutendes Kunstprojekt des Künstlerduos Corbinian Böhm und Michael Gruber, das seit über zwei Jahrzehnten als zentraler Ort für experimentelle und gesellschaftskritische Kunst im öffentlichen Raum fungiert. Als Kunstatelier und Kunstzentrum verbindet das Projekt traditionelle Handwerkstechniken mit zeitgenössischen Fragestellungen und schafft so eine einzigartige Schnittstelle zwischen Kunst, Architektur und urbanem Leben. Die Arbeiten des Duos thematisieren oft soziale Spannungen, historische Brüche und die Suche nach Identität – etwa durch ephemere Skulpturen, Wandinstallationen oder großformatige Plakate, die temporär die Stadtlandschaft prägen.

Ein zentrales Merkmal der Empfangshalle ist ihre multimediale und partizipative Ausrichtung. Die Künstler arbeiten häufig mit lokalen Akteuren zusammen, etwa in Kooperationen mit dem Haus der Kunst oder dem Kunstareal München, wo ihre Projekte wie *„zusammen arbeiten“* oder *„Kunst ab Lager“* als Gruppen- und Einzelausstellungen präsentiert wurden. Besonders bekannt ist die Wandinstallation *„Kaleidoskop“*, die im Rahmen der Olympischen Spiele 1972 im Olympiapark entstand und bis heute als Referenzpunkt für die künstlerische Auseinandersetzung mit München gilt. Auch internationale Projekte, wie die Arbeit *„Auf der Suche…“* in der Deutschen Botschaft in Islamabad, zeigen die globale Ausstrahlung des Duos.

Die Empfangshalle selbst ist kein klassischer Ausstellungsraum, sondern ein dynamisches Labor, in dem Kunst im öffentlichen Raum entsteht. Typisch sind Megaplakate, ortstermingebundene Installationen oder performative Aktionen wie *„gei hi:n ho:l“*, die mit urbanen Räumen wie der Klopstockstraße interagieren. Dabei greifen Böhm und Gruber oft auf historische Materialien wie Stein oder Metall zurück, um zeitlose Fragen nach Erinnerung und Vergänglichkeit zu stellen – etwa in der Skulptur *„Aufseherbrunnen“*, die im Kontext des Diözesanmuseums Freising entstand. Diese Werke sind nicht nur ästhetische Objekte, sondern laden zum Nachdenken über gesellschaftliche Strukturen ein.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung von Kunst im Alltag. Durch Projekte wie *„Künstlerspeisung“* im Rahmen des Kunstarealfests oder *„Hundert Hemden“* in der Pinakothek der Moderne wird Kunst zugänglich gemacht – sei es durch öffentliche Aktionen, Atelieröffnungen oder Ausstellungen im Rahmen des International Munich Art Lab. Selbst die JVA München-Stadelheim wurde zum Thema, wenn das Duo die Perspektiven von Insassen und Angehörlichen in Werken wie *„Woher Kollege, Wohin Kollege“* aufgriff. Damit wird die Empfangshalle zu einem Ort, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt und diskutiert wird.

Die Rezeption der Empfangshalle ist durchweg positiv: Mit einem Google-Rating von 5,0 Sternen (basierend auf aktuellen Bewertungen) bestätigt sie ihren Ruf als innovatives Kunstzentrum. Wissenschaftlich begleitet werden die Arbeiten in Publikationen wie *„Empfangshalle: Ephemere Skulptur und in Stein Gemeisselt“* (Verein für christliche Kunst München) oder Ausstellungen im Haus der Kunst, wo Projekte wie *„Schichtwechsel“* oder *„Brot & Butter“* als Teil der Großen Kunstausstellung München gezeigt wurden. Die Empfangshalle bleibt damit ein wichtiger Impulsgeber für die Münchner Kunstszene – zwischen Handwerk, Gesellschaftskritik und urbaner Kreativität.

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