Denkmal/Gedenkstätte

Gefallenendenkmal Nitzahn

14715 Nitzahn

Highlights

  • Das Gefallenendenkmal in Nitzahn erinnert an die Soldaten des Ersten Weltkriegs.
  • Im Inneren der evangelischen Dorfkirche sind die Opfer des Zweiten Weltkriegs verzeichnet.
  • Die Kirche stammt aus dem Mittelalter und wurde im Barock neu gestaltet.

Tipps

  • Das Gefallenendenkmal in Nitzahn ist in unmittelbarer Nähe der Dorfkirche auf dem Friedhof zu finden.
  • Der barocke Kirchenbau mit gedrungenem Westturm lädt zur Besichtigung des schlichten Innenraums mit klassizistischen Elementen ein.
  • Reste mittelalterlicher Architektur sind im Chor und an der Südfassade der Kirche sichtbar.

Eigenschaften

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Über Gefallenendenkmal Nitzahn

Das Gefallenendenkmal Nitzahn erinnert in der Gemeinde Milower Land im brandenburgischen Landkreis Havelland an die Kriegsopfer beider Weltkriege. Es steht auf dem Gelände der evangelischen Dorfkirche, die sich im Zentrum des Ortes befindet. Das Denkmal wurde errichtet, um diejenigen Soldaten aus Nitzahn zu ehren, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren. Eine zusätzliche Gedenktafel im Inneren der Kirche würdigt die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Dorfbewohner.

Die Dorfkirche selbst ist ein zeithistorischer Bezugspunkt mit einer Baugeschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde sie im späten 17. Jahrhundert im barocken Stil erneuert. Der Innenraum wurde später im klassizistischen Stil umgestaltet. In den 1960er Jahren erfolgten umfangreiche Sanierungsarbeiten, unter anderem erhielt der Turm eine neue Schieferdeckung und das Kirchendach wurde neu gedeckt. Weitere Restaurierungen fanden in den 1980er Jahren statt, darunter eine Neubemalung des Altars.

Das Kirchengebäude besteht aus einem einschiffigen Backsteinbau mit einem rechteckigen Chor und einem gedrungenen Westturm. Besondere architektonische Elemente sind die geschweifte Turmhaube mit Laterne sowie Reste mittelalterlicher Bauten, darunter Rundbögen im Chor und ein vermauertes Spitzbogenportal an der Südfassade. Im Inneren prägen barocke Stützpfeiler, hohe Rechteckfenster und eine schlichte klassizistische Ausstattung mit Hufeisenempore sowie Kanzelaltar das Erscheinungsbild.

Das Gefallenendenkmal selbst ist Teil eines Gedenkortes, der sowohl architektonisch als auch geschichtlich in den kirchlichen Kontext eingebettet ist. Es lädt zur stillen Erinnerung ein und zeugt von der langen Tradition des Ortes sowie dessen Verlusten in den großen Kriegen des 20. Jahrhunderts. Die Kombination aus historischer Kirche und Gedenkstätte macht den Ort zu einem bedeutungsvollen Denkmal der regionalen Erinnerungskultur im Havelland.

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