Parks & Gärten

Halbinsel Holnis

An d. Steilküste 8, 24960 Glücksburg (Ostsee)

Highlights

  • Die Halbinsel Holnis ist das nordöstlichste Naturschutzgebiet Deutschlands und liegt in der Flensburger Förde.
  • Das Gebiet beherbergt vielfältige Lebensräume wie Kliffe, Salzwiesen und Wattflächen sowie seltene Tier- und Pflanzenarten.
  • Als Rastplatz für Zugvögel und Lebensraum für Watvögel ist Holnis ornithologisch von besonderer Bedeutung.

Tipps

  • Der Weg vom Parkplatz zum Strand kann beschwerlich sein, es lohnt sich jedoch, besonders für den Naturstrand am Seemannsgrab.
  • Wanderwege entlang der Küste bieten abwechslungsreiche Naturerlebnisse, besonders im Frühjahr und Sommer mit vielen Blüten und Vögeln.
  • Bei Hochwasser sind einige Wege nicht begehbar, daher sollte man sich vor Ort über aktuelle Bedingungen informieren.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Halbinsel Holnis

Die Halbinsel Holnis liegt im Nordosten Schleswig-Holsteins und bildet einen Teil der Flensburger Förde. Sie befindet sich im Kreis Schleswig-Flensburg und gehört zur Gemeinde Glücksburg (Ostsee). Das etwa 360 Hektar große Naturschutzgebiet ist landschaftlich vielseitig geprägt und zählt zu den ökologisch wertvollsten Küstenregionen Deutschlands. Aufgrund ihrer exponierten Lage dient die Halbinsel als wichtige Raststätte für zahlreiche Zugvögel und beherbergt vielfältige Lebensräume, darunter Kliffe, Salzwiesen, Nehrungen und Feuchtgebiete.

Im Nordwesten des Geländes ragt ein 20 Meter hohes Kliff auf, das als Naturdenkmal ausgewiesen ist und einen beeindruckenden Blick über die Flensburger Innenförde bietet. Weiter südwestlich liegen die beiden Noore, künstlich angelegte Wasserflächen, die wichtige Brut- und Rastplätze für Wasservögel darstellen. Im Norden schließt sich eine dynamische Küstenlandschaft an, bestehend aus Strandseen, Salzwiesen und aktiven Kliffs. Je nach Wasserstand der Förde verändert sich das Landschaftsbild – mal zeigt sich Watt, mal eine weite Wasserfläche, was den Reiz der Region ausmacht.

Die Halbinsel ist durch eine halboffene Weidelandschaft geprägt, die durch extensive Beweidung mit Galloway- und Hochlandrindern erhalten bleibt. Diese Bewirtschaftungsform verhindert das Verbuschen der Flächen und fördert gleichzeitig die Artenvielfalt. Im Frühjahr blüht die seltene stängellose Schlüsselblume in großen Mengen. Im Zuge des Naturschutzes werden invasive Neophyten wie die Kartoffelrose und der Staudenknötterich bekämpft, um heimischen Pflanzen den Raum zur Entwicklung zu geben. Auf ehemaligen Rosaplätzen wurden Sandflächen und Steinhaufen angelegt, um den Lebensraum für Zauneidechsen zu verbessern.

Die Holnis Spitze markiert den nordöstlichsten Punkt Deutschlands. Hier erinnern Natursteinpflasterung und das ehemalige Haus des Brückenaufsehers an die Zeit des Fährverkehrs zur dänischen Nachbarinsel. Die Steine dienen heute als Hochwasserschutz und sollten nicht umgeschichtet werden. Wanderwege führen entlang der Küste und bieten verschiedene Aussichtspunkte sowie Zugang zu einem versteckten Naturstrand am sogenannten Seemannsgrab. Dieser Bereich gilt als besonders reizvoll für Naturliebhaber und Fotografen.

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