Tiefbrunnen 1 Sontheim
Highlights
- Der Tiefbrunnen 1 Sontheim (1730) ist ein Walmdachbau mit Risalit, zugeschrieben an den Baumeister Simpert Kraemer.
- Das Gebäude gehört zu den ältesten Besitzungen des Klosters Ottobeuren, erstmals 764 urkundlich erwähnt.
- Ein historischer Brunnen mit Holzkonstruktion auf massivem Sockel entstand 1917 in Sontheim.
Tipps
- Die historische Festschrift zur 1150-Jahr-Feier von 1988 bietet detaillierte Einblicke in die Entwicklung des Ortes und liegt in der Gemeindeverwaltung zur Einsicht aus.
- Der ehemalige Klosterbesitz Attenhusin wird erstmals im Jahr 764 urkundlich erwähnt und gehört damit zu den ältesten Besitzungen der Abtei Ottobeuren.
- Die Brücke über die Günz aus dem Jahr 1710 zeigt einen Nischenbau mit Walmdach und besteht aus Backstein, was ihre barocke Bauweise unterstreicht.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Tiefbrunnen 1 Sontheim
Der Tiefbrunnen 1 in Sontheim zählt zu den bedeutendsten historischen Bauwerken des Ortes und verweist auf eine jahrhundertealte Tradition der Wasserversorgung und Architektur. Der Brunnen ist eng mit der Geschichte des Klosters Ottobeuren verbunden, dessen Besitzungen bereits im Jahr 764 erstmals urkundlich erwähnt wurden. Als Teil des historischen Ortskerns spiegelt er die Bedeutung von Wasser als lebenswichtige Ressource für die lokale Bevölkerung wider.
Der Tiefbrunnen gehört zu den ältesten erhaltenen Bauwerken Sontheims und diente ursprünglich der Entnahme von Grundwasser aus großer Tiefe. Sein markantes Erscheinungsbild – ein massiver, aus Stein errichteter Schacht mit einer stabilen Holzkonstruktion – verrät seinen praktischen Nutzen. Besonders auffällig ist die Kombination aus robustem Untergeschoss und der aufgesetzten Holzkonstruktion, die typisch für historische Brunnenbauten in der Region ist. Die Bauweise zeigt die handwerkliche Meisterschaft vergangener Generationen, die auch unter schwierigen Bedingungen funktionelle Lösungen schuf.
In der Nähe des Tiefbrunnens finden sich weitere historische Bauten, die das kulturelle Erbe Sontheims ergänzen. So liegt nur wenige Schritte entfernt die Martin-Brucke, eine Backsteinbrücke aus dem Jahr 1710 mit drei Bogen und einem Nischenbau, die über die Günz führt. Diese Brücke unterstreicht die Verbindung zwischen Wasser und Infrastruktur in der Region. Auch das Schloss Sontheim (ursprünglich als Walmdachbau mit Risalit um 1730 errichtet) steht in räumlicher Nähe und verweist auf die Bedeutung des Ortes als historischer Wohn- und Verwaltungsstandort.
Für Geschichtsinteressierte bietet der Tiefbrunnen 1 eine direkte Verbindung zur Vergangenheit. Eine Festschrift aus dem Jahr 1988, veröffentlicht anlässlich der 1150-Jahr-Feier Sontheims, gibt detaillierte Einblicke in die historische Entwicklung des Ortes. Diese Publikation – erhältlich bei der Gemeindeverwaltung – dokumentiert nicht nur den Brunnen, sondern auch die enge Verbindung zu Kloster Ottobeuren und anderen prägenden Bauwerken. Der Tiefbrunnen steht damit als Symbol für die anhaltende Bewahrung des kulturellen Erbes in Sontheim.
Als Teil des kulturellen Erbes Sontheims lädt der Tiefbrunnen zu einem Spaziergang durch die Geschichte ein. Seine einfache, aber effiziente Bauweise zeigt, wie nachhaltige Lösungen schon vor Jahrhunderten geschaffen wurden. Zusammen mit den umliegenden historischen Bauten wie der Martin-Brucke oder dem Schloss bildet er ein lebendiges Zeugnis der regionalen Vergangenheit – ein Ort, der zum Verweilen und Staunen einlädt.