Lautersee
Eigenschaften
Ausflug Natur See Lautersee Mittenwald
Der Lautersee liegt idyllisch westlich von Mittenwald im Landkreis Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern. Auf einer Höhe von 1013 Metern über Normalnull umgeben sanfte Hügel und Wälder diesen rund 12 Hektar großen Bergsee, der bis zu 19 Meter tief ist. Der See wird über kleine Bergbäche gespeist, während der Ablauf als Lainbach weiterfließt und durch das Laintal nach Mittenwald zieht. Die ruhige Lage und die klare Wasserfläche machen den Lautersee zu einem beliebten Ausflugsziel für Naturliebhaber und Erholungssuchende.
Von Mittenwald aus ist der See zu Fuß in etwa 35 Minuten erreichbar, was ihn zu einer idealen Wanderdestination in unmittelbarer Nähe macht. Auch eine Buslinie verkehrt seit den 1990er Jahren vom Ort aus zum See. Wer sich auf den Weg macht, wird mit einer malerischen Landschaft belohnt: Im Sommer lädt der See zum Baden ein – besonders am süd- und ostseitigen Ufer. Dort befinden sich auch eine kleine Badeanstalt sowie Gaststätten, die vor Ort Erfrischungen und Speisen anbieten. Für Wassersportbegeisterte stehen Ruder- und Tretboote zum Verleih bereit.
Auch im Winter verzaubert der Lautersee seine Besucher. Bei Schnee und Temperaturen unter null Grad erstreckt sich eine dünne Schneedecke über die zugefrorene Fläche, während die umliegenden Wege weiterhin begehbar sind – wenn auch mit etwas Vorsicht aufgrund vereinzelter rutschiger Stellen. Die winterliche Stille und die reflektierende Berglandschaft sorgen für eine besonders ruhige und mystische Atmosphäre. Ein Spaziergang um den See lohnt sich jederzeit: Die klaren Konturen der umliegenden Berge spiegeln sich bei Flaute in der Wasseroberfläche und schaffen eine atemberaubende Kulisse.
Am Ufer des Sees befindet sich die Lauterseekapelle „Maria Königin“, erbaut in den Jahren 1993/94 vom Gebirgstrachtenverein Mittenwald. Die Kapelle wurde am 28. Mai 1995 feierlich eingeweiht, und ihre künstlerische Gestaltung stammt vom Bildhauermeister Stephan Pfeffer. Besonders sehenswert ist das Deckenfresco, das von dessen Vater Sebastian Pfeffer gestaltet und gestiftet wurde. Die Kapelle ist nicht nur ein stilles Rückzugsort, sondern auch fester Bestandteil des alljährlichen Georgiritts, der traditionell am letzten Sonntag im April vom Ried in Mittenwald zum See und zur Kapelle führt. Nach der Segnung der Pferde wird dort eine Eucharistiefeier abgehalten.
Historisch gesehen spielte der See auch eine Rolle in der lokalen Wirtschaft: Früher gehörte er der Brauerei Mittenwald, die bis 1935 im Winter Eis für die Bierkühlung abbauten. Das Eis wurde mit Sägen zurechtgeschnitten und mit Schlitten ins Tal transportiert. Heute dient der See vor allem der Erholung – ein friedlicher Ort, an dem sich Natur, Kultur und Tradition vereinen.