Denkmal/Gedenkstätte

Leutaschklamm

82481 Mittenwald

Highlights

  • Die Leutaschklamm ist die längste erschlossene Klamm der östlichen Kalkalpen mit 1650 Metern Länge.
  • Sie wurde 2006 nach einem 1,4-Millionen-Euro-Projekt mit Stahlsteigen und Brücken touristisch vollständig erschlossen.
  • Die Klamm ist ganzjährig frei zugänglich, nur der Weg zum 23 Meter hohen Wasserfall kostet Eintritt.

Tipps

  • Eintritt kostet 4€ für Erwachsene und 2€ für Kinder, gilt nur für den Wasserfallsteig.
  • Der Weg führt auf gut ausgebauten Stegen entlang der Klamm mit informativen Stationen.
  • Kostenfreier Zugang zur Klamm ist ganzjährig möglich, bei Schnee jedoch eingeschränkt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Leutaschklamm

Die Leutaschklamm, auch bekannt als Leutascher Geisterklamm, befindet sich im Ortsteil Unterleutasch der Gemeinde Mittenwald im Landkreis Garmisch-Partenkirchen in Bayern. Die Klamm wurde bereits im 19. Jahrhundert erstmals touristisch erschlossen, jedoch umfasste die damalige Erschließung nur einen Teil des Geländes. Eine umfassende touristische Erschließung erfolgte erst im Jahr 2006 im Rahmen eines von der EU geförderten deutsch-österreichischen Projekts. Seitdem verfügt die Klamm über einen ausgebauten Steig mit einer Länge von rund 1,6 Kilometern, der sie zur längsten erschlossenen Klamm der östlichen Kalkalpen macht.

Die Leutaschklamm ist als familienfreundliches Ausflugsziel konzipiert und wird unter dem Motto „Geisterklamm“ mit „Koboldpfad“ vermarktet. Entlang des etwa 1,9 Kilometer langen Rundwegs bieten 40 Stationen Einblicke in die Mythen, Geologie sowie Flora und Fauna der Region. Besonders auffällig ist die Kombination aus Naturerlebnis und interaktiven Elementen wie einem animierten Geist mit blinkenden Augen und Klangspielen. Der sogenannte Wasserfallsteig führt auf einer Länge von 200 Metern flussaufwärts zu einem 23 Meter hohen Wasserfall. Für diesen Abschnitt wird ein Eintritt entrichtet, während das Begehen der restlichen Klamm kostenfrei ist. Der Zugang zum Wasserfall erfolgt über ein Café, und der Eintritt beträgt vier Euro für Erwachsene sowie zwei Euro für Kinder.

Die Klamm ist als wertvolles Geotop durch das Bayerische Landesamt für Umwelt anerkannt. In der Vergangenheit kam es zu einem Vorfall, bei dem ein schwerer Felsbrocken auf einen Stahlsteg fiel und diesen beschädigte. Die Klamm musste daraufhin kurzzeitig geschlossen werden. Historisch wurde in der Nähe der Klamm auch Wasserkraft genutzt. Ein Kraftwerk, das ehemals von der Tiwag betrieben wurde, steht seit einigen Jahren still. Derzeit wird über eine Revitalisierung diskutiert, wobei im Januar 2025 ein bayerisches Projekt den Zuschlag erhielt, das eine höhere Leistung verspricht. Die Klamm ist grundsätzlich das ganze Jahr über zugänglich, lediglich bei starkem Schneefall kann eine Sperrung erfolgen.

Ein besonderer Ort in unmittelbarer Nähe ist die Gaststätte Ederkanzel, die auf einem Bergrücken westlich der Klamm liegt. Sie weist eine geopolitische Eigenart auf: Während sich der Gastraum und die Toiletten in Deutschland befinden, liegt die Terrasse in Österreich. Der offizielle Grenzstein befindet sich direkt neben der Terrassentür. Die Leutaschklamm erfreut sich großer Beliebtheit bei Besucherinnen und Besuchern, was sich in über 4.600 Bewertungen mit einer durchschnittlichen Note von 4,7 von 5 Sternen widerspiegelt.

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