Kirche/Kloster

Dorfkirche Nunsdorf

15806 Nunsdorf

Highlights

  • Die evangelische Dorfkirche Nunsdorf ist eine barocke Saalkirche aus dem Jahr 1765.
  • Das Kirchenschiff zeigt sich mit hellen Putz und Stichbogenfenstern, der Turm ziert eine Klangarkade mit Uhr.
  • Im Inneren befinden sich unter anderem ein Kanzelaltar aus dem 17. Jahrhundert und 27 Totentafeln.

Tipps

  • Die Dorfkirche Nunsdorf ist eine barocke Saalkirche aus dem Jahr 1765 mit bemerkenswerter Architektur und historischer Ausstattung.
  • Besucher können das Innere mit dem Kanzelaltar aus dem 17. Jahrhundert und zwei mittelalterlichen Glocken im Turm erkunden.
  • Ein Opferstock aus dem Jahr 1686 sowie eine Hufeisenempore mit toskanischen Säulen sind sehenswerte Details im Kircheninneren.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Dorfkirche Nunsdorf

Die evangelische Dorfkirche Nunsdorf ist eine im barocken Stil erbaute Saalkirche im Ortsteil Nunsdorf der Stadt Zossen im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Der Kirchenbau entstand im Jahr 1765 einschließlich ihres markanten Westturms und wurde auf den Fundamenten eines früheren Sakralbaus errichtet. Die historischen Baukosten beliefen sich auf 2757 Taler und zwei Groschen. Zwischen 1991 und 1995 erfolgte eine umfassende Sanierung des Gebäudes durch die Kirchengemeinde.

Das Äußere der Kirche zeigt ein schlicht verputztes Kirchenschiff, das in einem hellen Farbton gehalten ist. An der Nord- und Südseite verfügt es über jeweils zwei hohe Stichbogenfenster, die parallel zueinander angeordnet sind. Der Eingang erfolgt über ein bienenkorbförmiges Portal mit einer hölzernen Doppeltür in der südlichen Wand. An der gegenüberliegenden Seite sowie an der östlichen Stirnwand befinden sich gleich große Blendungen. Oberhalb der Fensterreihen sind symmetrisch angeordnete Radfenster in die Fassade integriert, deren Achsen durch Risalite hervorgehoben werden. Der quadratische Westturm ist mit Ochsenaugen, einer Klangarkade und einer Kirchturmuhr ausgestattet. Zwei Glocken aus dem 14. Jahrhundert hängen im Turm. Das Dach des Turms ist walmdachförmig gestaltet und endet in einer Kugel, einer Wetterfahne und einem goldenen Stern.

Das Innere der Kirche beherbergt wertvolle Sakralgegenstände und Möbel aus verschiedenen Epochen. Ein Kanzelaltar aus dem späten 17. Jahrhundert mit geschweiftem Korb und Knorpelwerkverzierung zählt zu den bemerkenswerten Exponaten. Die Orgel, deren Prospekt ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert stammt, wurde 1929 vom Orgelbauer Alexander Schuke neu erbaut. Eine Hufeisenempore aus toskanischen Säulen stützt im Westen den Turm und reicht bis zur flachen Decke. An den Wänden sind insgesamt 27 historische Totentafeln angebracht. Weitere Objekte umfassen eine aus dem 17. Jahrhundert stammende Taufschüssel aus Zinn, eine Kanne derselben Epoche sowie zwei Messingleuchter aus dem 16. Jahrhundert mit runden Fuß und Schale. Eine Kasel mit Darstellungen zweier Apostel wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gefertigt. Ein Opferstock aus dem Jahr 1686 wurde durch Experten datiert. Die Architektur und Innenausstattung der Kirche zeugen von einer langen und reichen künstlerischen Tradition.

Die Dorfkirche Nunsdorf ist sowohl architektonisch als auch kunsthistorisch von Bedeutung und steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz. Sie repräsentiert den barocken Kirchenbau in der Region und beherbergt eine umfangreiche Sammlung historischer Ausstattungsgegenstände. Die Kirche wird in Fachliteratur erwähnt, unter anderem im Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler für Brandenburg sowie in der Publikation „Zwischen Himmel und Erde – Gottes Häuser im Kirchenkreis Zossen-Fläming“.

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