Museum

Alte Pfarrhäuser

Kirchberg 3, 09648 Mittweida

Highlights

  • Die nach dem Stadtbrand von 1624 erbauten Pfarrhäuser beherbergten bis 1897 die Wohnungen der Stadtpfarrer.
  • Seit 1899 befindet sich im Gebäude eine museale Sammlung, die stetig weiterentwickelt wurde.
  • 1999 wurde durch die Umsetzung eines Fachwerkhauses aus Königshain das östliche Seitengebäude wieder aufgebaut.

Tipps

  • Das Museum ist mittwochs bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet, außerhalb dieser Zeiten ist eine vorherige Absprache notwendig.
  • Interessierte können Führungen durch das Museum und in den angrenzenden historischen Gebäuden buchen, darunter auch spezielle Nachtwächterführungen.
  • Im Museumsbereich sind Themen wie Stadtgeschichte, Wohnkultur und Handwerk der Neuzeit anschaulich aufbereitet.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Alte Pfarrhäuser

Das Museum „Alte Pfarrhäuser“ in Mittweida ist ein bedeutender kultureller Anlaufpunkt in der Stadt und zählt zu den ältesten Stadtmuseen Sachsens. Die nach einem verheerenden Stadtbrand errichteten Gebäude beherbergten bis ins späte 19. Jahrhundert die Wohnungen der Mittweidaer Stadtpfarrer. Nach einem Grundstückstausch gelangte das Ensemble in städtischen Besitz, und bereits kurz darauf fand hier die erste museale Sammlung Einzug. Heute bieten die historischen Räumlichkeiten Einblicke in verschiedene Epochen der Stadtgeschichte – von der Stadtgründung vor 800 Jahren über die Wohnkultur der Neuzeit bis hin zur regionalen Handwerks- und Industriegeschichte.

Besucher*innen können thematisch gestaltete Ausstellungen erleben, die unter anderem Stadtansichten aus mehreren Jahrhunderten sowie Leben und Werk bedeutender Persönlichkeiten wie Elisabeth von Rochlitz oder Heinrich Gottlieb Tzschirner präsentieren. Ein besonderes Highlight ist die Johannes-Schilling-Haus-Einrichtung sowie die Erich-Loest-Ausstellung. Auch das „Alte Erbgericht“ in der nahegelegenen Kirchstraße ist über das Museum zu erreichen und ergänzt das kulturelle Angebot rund um die mittelsächsische Geschichte. Regelmäßig stattfindende Sonderführungen, wie die beliebte Kellerführung oder die Nachtwächterführung, bieten tiefere Einblicke in die verborgenen Bereiche des Museums.

Ein weiterer Schwerpunkt des Museums liegt auf der regionalen Kulturgeschichte: In den ehemaligen Depots finden sich wechselnde Präsentationen zu Alltagskultur, historischen Handwerksberufen und bedeutenden Persönlichkeiten der Region. Seit einigen Jahren sind erstmals wieder alle Etagen des Hauses – vom Keller bis zum Dachboden – für Besucher*innen zugänglich. Im Außenbereich lädt der Pfarrgarten zu einem Verweilen ein und dient bei besonderen Anlässen wie der Museumsnacht als Rahmen für kulturelle Veranstaltungen. Dort sorgen beispielsweise lokale Künstlergruppen für musikalische Untermalung und tragen zur lebendigen Atmosphäre bei.

Das Museum genießt bei Besucher*innen einen hervorragenden Ruf, was sich auch in überdurchschnittlichen Bewertungen widerspiegelt. Gäste loben die engagierten und freundlichen Mitarbeiter*innen sowie die abwechslungsreichen Führungen, die selbst die sonst nicht öffentlich zugänglichen Bereiche des Museums einbeziehen. Die Kombination aus historischem Ambiente, vielfältigen Ausstellungen und kulturellen Angeboten macht das „Alte Pfarrhäuser“ zu einem lohnenswerten Ausflugsziel in der Region Mittelsachsen.

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