Kapelle zur schmerzhaften Mutter Gottes
Highlights
- Die Kapelle zur schmerzhaften Mutter Gottes in Geisenhausen ist ein barockes Wallfahrtsheiligtum aus dem 17. Jahrhundert.
- Sie steht unterhalb der Pfarrkirche St. Emmeram und ist Teil eines historischen Pilgerwegs.
- Das Gotteshaus beherbergt ein bedeutendes Gnadenbild der schmerzhaften Mutter Gottes aus der Gotik.
Tipps
- Die Kapelle zur Schmerzhaften Mutter Gottes liegt zentral im Ortsteil Geisenhausen, gut erreichbar über die A9.
- Neben der Kapelle lohnt ein Besuch der gotischen Pfarrkirche St. Emmeram mit historischen Plastiken.
- Direkt neben der Kapelle steht eine alte Linde, ein geschütztes Naturdenkmal, ideal für einen kurzen Aufenthalt im Freien.
Eigenschaften
Über Kapelle zur schmerzhaften Mutter Gottes
Die Kapelle zur schmerzhaften Mutter Gottes befindet sich im Ortsteil Geisenhausen der Gemeinde Schweitenkirchen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm in Bayern. Sie ist eine Andachtsstätte und zählt zu den sakralen Kulturdenkmälern der Region. Geisenhausen liegt im Norden der Gemeinde und wird vom Geisenhausener Bach durchflossen, einem Nebenfluss der Wolnzach. In unmittelbarer Nähe verläuft die Autobahn A9 mit der Raststätte Holledau.
Die Kapelle steht in enger Verbindung mit der Ortsgeschichte, die bis ins frühe Mittelalter zurückreicht. Geisenhausen wurde erstmals urkundlich erwähnt und gehörte historisch zur Herrschaft Wolnzach. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die regionale Vorherrschaft mehrfach, unter anderem kamen wittelsbachische Urbarrechte im Mittelalter an die Familie Preysing. Die Ortsgemeinde bestand ab 1818 und umfasste zahlreiche kleinere Ortsteile. Im Zuge der Gebietsreform von 1978 wurde Geisenhausen nach Schweitenkirchen eingemeindet, wodurch die Kapelle heute Teil der größeren Gemeindestruktur ist.
Die Kapelle selbst ist eng mit der katholischen Frömmigkeit der Region verbunden. Als Andachtsstätte dient sie bis heute dem religiösen Leben der Einheimischen. Unweit der Kapelle steht eine alte Linde, die als Naturdenkmal erhalten ist und das Erscheinungsbild des Ortes zusätzlich prägt. Die Pfarrkirche St. Emmeram in Geisenhausen, in der sich spätgotische Plastiken erhalten haben, bildet einen weiteren sakralen Schwerpunkt und zeugt von der langen kirchlichen Tradition des Ortes.
Die Umgebung der Kapelle ist geprägt von der ländlichen Struktur der Landschaft im nördlichen Teil der Gemeinde Schweitenkirchen. Westlich des Ortes führt die Autobahn A9 vorbei, die mit der Raststätte Holledau eine wichtige Verkehrsverbindung darstellt. Diese Infrastruktur verdeutlicht die Lage von Geisenhausen an wichtigen regionalen Wegen, ohne den ländlichen Charakter des Ortes wesentlich zu beeinträchtigen.
Die Kapelle zur schmerzhaften Mutter Gottes verkörpert den engen Zusammenhang von Religion, Geschichte und Landschaft im Raum um Schweitenkirchen. Sie ist ein stiller Ort der Andacht in einer Region, die ihre kulturellen Wurzeln bis ins frühe Mittelalter zurückverfolgen kann. Die Erhaltung solcher sakralen Bauten trägt zur kulturellen Identität des Landkreises Pfaffenhofen an der Ilm bei und erinnert an die tiefgreifende Bedeutung religiöser Stätten im ländlichen Bayern.