Denkmal/Gedenkstätte

Cyriaksruine

07774 Camburg

Highlights

  • Die Cyriaksruine in Camburg ist eine der ältesten erhaltenen Kirchen Thüringens und stammt aus der Zeit um 1000 n. Chr.
  • Die romanische Basilika liegt im Stöbener Wald, etwa 1,5 km nordwestlich von Camburg.
  • Heute dient die restaurierte Ruine als Veranstaltungsort mit Gottesdiensten und Bogenturnieren.

Tipps

  • Die Ruine ist über einen historischen Waldweg zu erreichen, der sich gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß bewältigen lässt.
  • Rund um die Ruine verläuft ein Bogenschieß-Parcours, der alle zwei Jahre im Juli beim Cyriaksfest genutzt wird.
  • Parkplätze sind in der Nähe begrenzt, eine kurze Wanderung entlang des Saale-Radwegs ist empfehlenswert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Cyriaksruine

Die Cyriaksruine liegt im thüringischen Camburg im Saale-Holzland-Kreis und zählt zu den bedeutendsten frühromanischen Bauten der Region. Etwa 1,5 Kilometer nordwestlich des Ortskerns im sogenannten Stöbener Holz gelegen, erstrecken sich die Überreste der ehemaligen Saalkirche mitten im Wald und bilden ein stimmungsvolles Zeugnis mittelalterlicher Architektur. Die Anlage ist über einen historischen Waldweg erreichbar und wird vielfach als Ziel naturkundlicher Wanderungen auf dem Saale Radweg genutzt.

Der Kirchenbau stammt vermutlich aus der Zeit um die Jahrtausendwende und wird als eine der wenigen erhaltener Bauten Thüringens aus dieser Epoche angesehen. Ihre architektonischen Merkmale weisen sowohl romanische Einflüsse als auch regionale Eigenheiten auf, die an byzantinische Bauformen erinnern. Ursprünglich als Pfarrkirche genutzt, verlor das Gebäude nach der Reformation im 16. Jahrhundert seine Funktion und diente fortan als Steinbruch. Heute sind noch Teile des Langhauses sowie des stark eingezogenen Presbyteriums mit romanischen Rundbögen erhalten.

Die Geschichte der Cyriaksruine ist eng verknüpft mit der Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes Neuwerk und reicht bis in die Ottonenzeit zurück. Erste urkundliche Erwähnungen datieren aus dem 10. Jahrhundert, als eine Adlige namens Christina Teile ihres Besitzes der Kirche weihte. Grabungen in den 1930er Jahren brachten unter anderem ein Skelett zutage. In der DDR-Zeit wurde die Anlage durch den Kulturbund gepflegt und war ein beliebtes Ausflugsziel. In jüngerer Zeit erfolgte eine umfassende Sanierung, die das Gelände von wildem Bewuchs befreite und den Altarraum erneuerte.

Heute dient die Ruine nicht nur als kulturhistorischer Anziehungspunkt, sondern auch als Veranstaltungsort. Alle zwei Jahre findet hier im Rahmen des Cyriaksfests ein Bogenturnier mit mittelalterlichem Spektakel statt. Rund um die Ruine ist zudem ein 3D-Parcours für traditionelles Bogenschießen angelegt. Im Sommer werden gelegentlich Gottesdienste auf dem Gelände abgehalten, wodurch der Ort zeitweise seiner ursprünglichen Bestimmung als Kirche wieder zugeführt wird. Die Atmosphäre, geprägt von romantischen Mauerresten und Waldidylle, zieht Besucher mit ihrem historischen Charme an.

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