Galerie

LAG Kunst

Poggenkrugsweg 21, 24220 Molfsee-Wolfsberg

Highlights

  • In Molfsee-Wolfsberg entstehen spontane Farbskizzen vor Ort, die Lichtstimmungen und lokale Farben abstrahieren und in klare Flächenhierarchien übersetzen.
  • Die Ausstellung verbindet gegenständliche Schwerpunkte mit freier Farbabstraktion – inspiriert von Radierungstechniken als eigenständigem künstlerischem Ausdruck.

Tipps

  • Die wechselnden Lichtverhältnisse im Ausstellungsraum beeinflussen die Farbwahrnehmung der Werke und verändern deren optische Wirkung im Laufe des Tages.
  • Die Ausstellung zeigt eine klare Trennung zwischen gegenständlichen und abstrakten Elementen, die durch gezielte Flächenhierarchie und Schwerpunktsetzung hervorgehoben werden.
  • Die Farbskizzen vor Ort ermöglichen eine spontane Auseinandersetzung mit lokalen Motiven und deren reduzierter, expressiver Darstellung.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunstgalerie LAG Kunst Molfsee-Wolfsberg entdecken

Die LAG Kunst in Molfsee-Wolfsberg ist ein lebendiger Ort der zeitgenössischen Kunst, der sich als Galerie und Atelierraum für experimentelle Ausdrucksformen etabliert hat. Hier steht die Farbskizze im Mittelpunkt – eine spontane, oft improvisierte Annäherung an künstlerische Ideen, die das flüchtige Spiel des Lichts und die Dynamik der Umgebung einfangen soll. Die Werke spiegeln eine sich wandelnde Lichtstimmung wider, die durch die spezifische Atmosphäre des Schauplatzes geprägt ist: ob die sanften Töne eines norddeutschen Herbsthimmels oder die kontrastreichen Akzente eines sonnenbeschienenen Waldes. Diese Lichtführung wird zu einem zentralen Gestaltungsmittel, das die Grenzen zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit verschiebt.

Die Lokalfarbigkeit ist ein weiteres prägendes Element der Ausstellungskonzepte. Die Künstler:innen beziehen sich auf die unmittelbare Umgebung – die sanften Hügel der Region, die ruhigen Gewässer oder die traditionelle Architektur der Umgebung – und übersetzen sie in eine Farabstraktion, die zwischen Realität und Interpretation oszilliert. Dabei entstehen Werke, die sowohl an die Landschaft erinnern als auch eine eigene, fast traumhafte Logik entwickeln. Die Flächenhierarchie wird dabei bewusst eingesetzt: Mal dominieren große, farbige Felder die Komposition, mal setzen punktuelle Akzente Schwerpunkte, die den Betrachter:innen eine gezielte Blickführung vorschlagen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Radierungstechnik, die hier nicht als reine Vervielfältigungsmethode, sondern als eigenständiges künstlerisches Medium eingesetzt wird. Durch die gezielte Nutzung von Ätzverfahren, Druckfarben und Papiertexturen entstehen Werke, die zwischen Präzision und Unschärfe, zwischen Struktur und Zufall schwanken. Die Radierung ermöglicht es, freie Formen zu entwickeln – organische, fast fließende Linien, die sich von klassischen Darstellungsformen lösen und stattdessen eine eigene, expressive Sprache finden. Diese Techniken verbinden handwerkliche Tradition mit moderner Experimentierfreude und machen die LAG Kunst zu einem Ort, an dem Kunstgeschichte und Gegenwart aufeinandertreffen.

Die Ausstellungen der LAG Kunst sind stets eine Schwerpunktsetzung zwischen gegenständlicher und freier Darstellung. Mal stehen figürliche Elemente im Fokus, die durch abstrakte Farbverläufe oder geometrische Untergründe kontrastiert werden, mal dominieren rein formale Studien, die sich von der Natur inspirieren lassen, ohne sie direkt abzubilden. Diese Spannung zwischen Beweisbarkeit und Assoziation macht den Reiz des Ortes aus – ein Ort, an dem Kunst nicht nur gesehen, sondern erlebt wird. Die LAG Kunst lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und die unscheinbaren Details der Umgebung in neue, unerwartete Kontexte zu stellen.

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