Kirche/Kloster

St. Johannes der Täufer

Hunolstein 68, 54497 Morbach

Highlights

  • Im Inneren besticht die Kirche durch neogotische Ausstattung, einen Hochaltar, Kanzel und eine 1910 eingebaute Gerhardt-Orgel mit 11 Registern.

Tipps

  • Die Kirche St. Johannes der Täufer in Hunolstein zeigt einen neogotischen Bruchsteinsaal mit unverputzter Fassade und einem markanten Fassadendachreiter.
  • Die pneumatische Gerhardt-Orgel aus dem Jahr 1910 mit elf Registern gehört zu den historischen Instrumenten der Kirche und verdient besondere Aufmerksamkeit.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Morbach: St. Johannes der Täufer

Die katholische Kirche St. Johannes der Täufer in Morbach-Hunolstein ist ein markantes Beispiel sakraler Architektur im neogotischen Stil und ein kulturelles Juwel des Westerwaldes. Der kleine Ortsbezirk Hunolstein, bekannt für die Ruine der mittelalterlichen Burg Hunolstein, beherbergt seit über einem Jahrhundert diese beschauliche Kirche. Ihr Ursprung liegt in der Nachfolge einer älteren Kapelle, die um das Jahr 1700 errichtet und 1907 abgerissen wurde, um Platz für den heutigen Bau zu schaffen.

Als heller Bruchsteinsaal mit unverputzter Fassade und einem charakteristischen Fassadendachreiter wirkt sie trotz ihrer bescheidenen Größe eindrucksvoll und harmonisch in die ländliche Umgebung integriert. Der neogotische Stil prägt nicht nur die äußere Gestalt, sondern zeigt sich auch im Inneren durch hochwertige Ausstattungselemente, die bis heute ihre historische Atmosphäre bewahren.

Besonders hervorzuheben sind der neogotische Hochaltar sowie die Kanzel, die mit ihrer handwerklichen Qualität überzeugen. Ein weiteres Highlight ist die pneumatische Gerhardt-Orgel aus dem frühen 20. Jahrhundert, die mit 11 Registern die musikalische Tradition des Ortes bereichert. Einige Ausstattungsstücke stammen ursprünglich aus der Walholzkirche und wurden hierher übertragen, was der Kirche einen besonderen Charakter verleiht. Auch die originale Glasmalerei aus dem Jahr 1907 – dokumentiert auf der Homepage der Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts – trägt zur ästhetischen und historischen Wertigkeit bei.

Die Kirche St. Johannes der Täufer ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein Zeugnis der regionalen Bau- und Kunstgeschichte. Hunolstein, umgeben von den sanften Hügeln des Westerwaldes, bietet mit diesem Sakralbau eine ruhige Oase der Besinnung. Die Verbindung von historischer Substanz und neogotischem Design macht sie zu einem lohnenswerten Ziel für Kulturinteressierte und Liebhaber sakraler Architektur.

Für Besucher, die sich für die Geschichte des Westerwaldes und die Entwicklung katholischer Kirchenbauten im 20. Jahrhundert interessieren, ist St. Johannes der Täufer ein faszinierender Ort. Die Kirche lädt ein, die Details der Ausstattung zu erkunden und die stille Atmosphäre des Ortes zu genießen – fernab vom Trubel der Großstädte, aber mit einem tiefen kulturellen Erbe verbunden.

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