Denkmal/Gedenkstätte

Leuchtturm

Fasanerie 3, 01468 Moritzburg

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug zum Leuchtturm in Moritzburg - Kultur und Denkmal erleben

Der Leuchtturm von Moritzburg ist eine außergewöhnliche historische Sehenswürdigkeit inmitten der malerischen Teichlandschaft Schleswig-Holsteins. Als Binnenleuchtturm und seltener Staffagebau (Folly) zählt er zu den ganz besonderen architektonischen Zeugnissen seiner Zeit. Errichtet im späten 18. Jahrhundert, diente er ursprünglich als Teil einer nachgestellten Küstenkulisse für Seeschlachten am Niederen Großteich. Damit ist er der einzige Leuchtturm in Deutschland, der speziell für diesen Zweck erbaut wurde, und gehört heute zu den ältesten erhaltenen Binnenleuchttürmen der Bundesrepublik.

Der Leuchtturm steht am westlichen Ufer des Niederen Großteichs, etwa zwei Kilometer östlich des Ortes Moritzburg und in unmittelbarer Nähe zur ehemaligen Fasanerie mit dem Fasanenschlösschen. Seine markante Lage an der Spitze einer halbrunden Mole unterstreicht den maritimen Charakter des Bauwerks. Mit einer Gesamthöhe von 21,8 Metern ist der Turm ein beeindruckendes Bauwerk aus massivem Stein. Die Architektur zeigt Anleihen am ostasiatischen Pagodenstil, was sich besonders im geschwungenen Kupferdach und der achteckigen Laterne widerspiegelt. Die Fassade simuliert norddeutsche Backsteinarchitektur durch eine rote und weiße Bemalung, die aus der Ferne einen rosaroten Eindruck erzeugt.

Das Innere des Leuchtturms ist über eine 74 Stufen umfassende Wendeltreppe bis zum Lampenhaus begehbar. Vom Turm aus eröffnet sich ein wunderbarer Blick über die umliegenden Teiche und die typische Kleinkuppenlandschaft der Region. Der Leuchtturm dient nicht nur als historisches Zeugnis, sondern auch als beliebtes Fotomotiv und Orientierungspunkt für Wanderer. In unmittelbarer Nähe laden weitere Kulturdenkmäler wie das Fasanenschlösschen und das Schloss Moritzburg zu einer kombinierten Besichtigungstour ein. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,7 von 5 Sternen bei fast 30.000 Bewertungen zählt der Leuchtturm zu den besonders gut bewerteten Ausflugszielen in der Region.

Die Geschichte des Leuchtturms ist eng verknüpft mit einem historischen Ereignis: der Seeschlacht von Çeşme im Jahr 1770, bei der die russische Flotte einen bedeutenden Sieg errang. Beeindruckt von diesem Ereignis, ließ Kurfürst Friedrich August III. eine maritime Landschaft am Großteich nachbauen – inklusive Hafenanlage, Mole und eben dem Leuchtturm. Diese künstliche Küstenkulisse sollte die Erinnerung an die Seeschlacht lebendig halten und dient heute als einzigartiges Zeugnis fürstlicher Repräsentation und Gartenkunst des 18. Jahrhunderts.

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Häufige Fragen zu Leuchtturm

Wofür wurde der Leuchtturm in Moritzburg erbaut?
Der Leuchtturm in Moritzburg ist ein Staffagebau (Folly) und wurde im späten 18. Jahrhundert als Kulisse für nachgestellte Seeschlachten errichtet. Er ist der einzige Leuchtturm in Deutschland, der speziell für diesen Zweck gebaut wurde. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wo steht der Leuchtturm in Moritzburg?
Der Leuchtturm steht am westlichen Ufer des Niederen Großteichs in der Gemarkung Moritzburg, etwa zwei Kilometer östlich des Ortskerns und in der Nähe der Fasanerie. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wie hoch ist der Moritzburger Leuchtturm?
Der Leuchtturm erreicht eine Gesamthöhe von 21,8 Metern. Der untere Teil ist ein sich verjüngender Kegelstumpf, darüber folgt ein zylindrischer Schaft. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche architektonischen Besonderheiten hat der Leuchtturm?
Der Turm zeigt Anklänge an den ostasiatischen Pagodenstil, hat ein geschwungenes Kupferdach, eine achteckige Laterne und ist eine massive Steinkonstruktion. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia