Denkmal/Gedenkstätte

Burg Herrnstein

Herrnstein 1, 53809 Ruppichteroth

Highlights

  • Burg Herrnstein ist eine Höhenburg im Ortsteil Herrnstein der Gemeinde Ruppichteroth im Rhein-Sieg-Kreis.
  • Die Burg thront auf 124,59 m ü. NHN im Tal der Bröl und wurde erstmals 1370 urkundlich erwähnt.
  • Seit 1436 ist das Anwesen im Besitz der Herren von Nesselrode, später Grafen Droste zu Vischering von Nesselrode-Reichenstein.

Tipps

  • Wildprodukte der hauseigenen Jagd können direkt von der Gräflich Nesselrodeschen Verwaltung bezogen werden.
  • Führungen bieten Einblicke in die Geschichte und Landschaft der Höhenburg im Tal der Bröl.

Eigenschaften

Familie Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Burg Herrnstein

Burg Herrnstein liegt im nordrhein-westfälischen Ruppichteroth und zählt zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Region. Die Höhenburg thront auf einem Felskegel etwa 124 Meter über Normalhöhennull und überragt den Talverlauf der Bröl. Die steil abfallenden Hänge sowohl im Osten als auch im Westen unterstreichen die wehrhafte Lage der Anlage, die ursprünglich im 14. Jahrhundert als befestigtes Haus errichtet wurde. Heute dient die Burg als Sitz der Gräflich Nesselrodeschen Verwaltung und ist somit Mittelpunkt einer traditionsreichen landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Betriebstätigkeit, die bis in die Gegenwart andauert.

Die Geschichte der Burg reicht weit zurück. Erste urkundliche Erwähnungen datieren aus dem späten Mittelalter, als das Anwesen im Besitz der Herren vom Stein stand. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach umgebaut und erweitert, wodurch sich ihr barockes und späteres Erscheinungsbild herausbildete. Seit dem 15. Jahrhundert ist Burg Herrnstein im Besitz der Grafen von Nesselrode und später der Linie Droste zu Vischering von Nesselrode-Reichenstein, die bis heute hier ansässig sind. Auch wenn Teile der Burg im Zuge des 19. Jahrhunderts umgebaut wurden, blieben wesentliche Bauteile aus verschiedenen Epochen erhalten, darunter Kellerbauten, Mauern und charakteristische Fachwerkelemente.

Die Anlage gliedert sich in verschiedene erhaltene Baukörper, darunter Teile der ursprünglichen Kellergewölbe, barocke Fenster und Treppenanlagen sowie später ergänzte Gebäude wie die Ost- und Westflügel des Herrenhauses. Besonders auffällig ist die östliche Giebelfassade, deren oberer Teil in Fachwerk errichtet wurde. Die südliche Aufgangsseite wird von einer Torburg mit zwei ursprünglichen Türmen geprägt, die den ehemals wehrhaften Charakter der Burg verdeutlichen. Einen weiteren historischen Bezug stellen die am Fuße der Burg gelegenen Teiche dar, die einst als Wassergräben dienten und heute noch einen landschaftlich eindrucksvollen Rahmen bilden.

Der Landschaftspark rund um die Burg kann regelmäßig im Rahmen von Führungen besichtigt werden, wobei die Burganlage selbst nicht öffentlich zugänglich ist. Die Führungen bieten Einblicke in die Geschichte, Architektur und Nutzung der Anlage und werden von Besucherinnen und Besuchern als informativ und eindrucksvoll wahrgenommen. Seit 2010 stehen auch Teile der umliegenden Flächen unter Denkmalschutz, darunter die angrenzenden Teichdämme sowie einzelne Hütten und Flure. Die Burg ist zudem in der wissenschaftlichen Datenbank EBIDAT des Europäischen Burgeninstituts verzeichnet und bildet damit einen anerkannten Bestandteil des rheinland-pfälzischen und nordrhein-westfälischen Burgenkatalogs.

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