Kirche/Kloster

St. Martinus

Kirchplatz 1, 53804 Much

Highlights

  • Die Kirche beherbergt ein monumentales Holzkreuz aus dem 13. Jahrhundert und ein filigranes spätgotisches Sakramentshaus.
  • Ein auffälliger Taufstein aus Andesit und ein erhaltenes barockes Kanzelrelief zeugen von der langen Baugeschichte.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

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Die Pfarrkirche St. Martinus in Much im Rhein-Sieg-Kreis ist ein bedeutendes sakralhistorisches Bauwerk und zählt zu den katholischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen. Bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde eine Vorgängerkirche urkundlich erwähnt, als ein Papst die Kirche als Besitz des Cassius-Stifts in Bonn bestätigte. Seitdem hat sich die heutige Kirche über mehrere Jahrhunderte hinweg entwickelt und präsentiert heute eine bemerkenswerte Baugeschichte, die verschiedene Epochen widerspiegelt. Der Kirchenbau selbst entstand im Hochmittelalter als dreischiffige romanische Basilika, von der bis heute der Turm sowie das Langhaus erhalten geblieben sind. Im Laufe der Zeit wurden weitere Bauabschnitte hinzugefügt: Im Spätmittelalter kamen das nördliche Seitenschiff und das Mittelschiff mit einem spätgotischen Chor und Nebenchor hinzu. Das südliche Seitenschiff erhielt im 19. Jahrhundert einen neugotischen Anbau, der sich harmonisch in die bestehende Choranlage einfügt. So entstand eine ungewöhnliche Ostseite mit drei fast gleich großen Chorräumen, die bis heute ihre architektonische Präsenz bewahrt haben. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche umfassend renoviert. Dabei erhielt der ursprüngliche Bruchsteinbau einen charakteristischen rotfarbenen Putz, und es entstand eine neue Sakristei. In einem späteren Jahrzehnt erfolgte eine weitere Restauration: Das Gewölbe des Mittelchors wurde erneuert, und der monumentale Ölbergaltar eines bekannten Kölner Bildhauers, der zuvor aufgestellt worden war, wurde aus der Kirche entfernt und später neben dem Gotteshaus wieder aufgebaut. Diese Maßnahmen unterstreichen die Bemühungen, das kulturelle Erbe des Ortes zu bewahren und für künftige Generationen zugänglich zu machen. Die Ausstattung der Kirche vereint Kunstschätze aus verschiedenen Epochen. Im Chor des Mittelschiffs thront ein imposantes Holzkreuz aus dem Spätmittelalter, das mit seiner Höhe von 3,38 Metern und einer Breite von 2,10 Metern unübersehbar ist. Ein filigranes spätgotisches Sakramentshaus aus dem Umfeld des Jahres 1500 ziert den Übergangsbereich zwischen Mittel- und Nordchor. Der Taufstein im nördlichen Chorraum stammt aus der Zeit um 1220 und besteht aus einem einzigen Andesitblock – eine seltene und wertvolle Arbeit. Ergänzt wird die Innenausstattung durch eine barocke Kanzel aus dem frühen 18. Jahrhundert sowie einige erhaltene Fenster im neobarocken Stil.

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Häufige Fragen zu St. Martinus

Wann wurde die Pfarrkirche St. Martinus in Much erstmals urkundlich erwähnt?
Die Kirche St. Martinus in Much wurde erstmals am 31. März 1131 in einer Urkunde des Papstes Innozenz II. erwähnt. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Bauepochen prägen das Erscheinungsbild von St. Martinus in Much?
St. Martinus zeigt Bauwerke aus dem 12. bis 15. Jahrhundert, barocke Gestaltungen des 18. und 19. Jahrhunderts sowie neugotische Ergänzungen im 19. Jahrhundert. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Was ist im Chor der Kirche St. Martinus besonders sehenswert?
Im Chor befinden sich ein monumentales Holzkreuz aus dem 13. Jahrhundert und ein filigranes spätgotisches Sakramentshaus aus dem Jahr 1500. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es besondere Sakramentsgegenstände in St. Martinus?
Ja, im nördlichen Chorraum steht ein Taufstein aus Andesit aus etwa 1220 mit einer Metallhaube von Helmut Moos (1956). Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia