Kirche/Kloster

Denkmal für die zerstörte Eberstädter Synagoge

Heidelberger Landstrasse 230, 64297 Eberstadt

Highlights

  • Das Denkmal erinnert an die 1938 zerstörte Synagoge der jüdischen Gemeinde Eberstadt.
  • Es steht seit 2016 an der Heidelberger Straße und zeigt eine Menora sowie eine Gedenktafel.
  • Die Synagoge wurde 1914/15 erbaut und während der Reichspogromnacht niedergebrannt.

Tipps

  • Der graue Steinblock mit der Menora erinnert direkt vor Ort an die zerstörte Synagoge aus dem Jahr 1938.
  • Die Gedenktafel an gleicher Stelle bietet ergänzende Informationen zur jüdischen Gemeinde in Eberstadt.
  • Das Denkmal befindet sich direkt an der Modaubrücke und ist bei Spaziergängen entlang der Heidelberger Straße sichtbar.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Denkmal für die zerstörte Eberstädter Synagoge

Das Denkmal für die zerstörte Eberstädter Synagoge erinnert an die jüdische Gemeinde der Ortsteile Eberstadt, die bis in die 1930er Jahre eine lebendige religiöse und kulturelle Präsenz hatte. Die Synagoge, die ursprünglich in den Jahren 1914 und 1915 errichtet worden war, wurde am 9. November eines Jahres der sogenannten Reichspogromnacht durch nationalsozialistische Gewalt zerstört. Dieses Gedenkmal steht seit 2016 am ursprünglichen Standort der Synagoge nahe der Modaubrücke und nimmt damit eine zentrale Erinnerungsfunktion wahr.

Das Mahnmal besteht aus einem grauen Steinblock mit den Maßen 100 x 34 x 66 Zentimetern. In der linken oberen Ecke ist ein Relief der Menora, des siebenarmigen Leuchters, zu sehen, der als zentrales Symbol des Judentums gilt. Die Inschrift auf dem Stein informiert über den historischen Kontext des Ortes und erinnert eindringlich an die Zerstörung der Synagoge während der Zeit des sogenannten Nazigegimers. Die klare Formulierung und die schlichte Gestaltung des Denkmals unterstreichen die Bedeutung des Ortes als Mahn- und Gedenkstätte.

Neben dem Steinblock befindet sich eine Holztafel, die ergänzend auf die ehemalige Synagoge hinweist. Beide Elemente zusammen verdeutlichen den Verlust, den die jüdische Gemeinschaft in Eberstadt durch die nationalsozialistischen Verfolgungen erlitten hat. Die zentrale Lage des Denkmals in unmittelbarer Nähe der Modaubrücke macht es für Besucher sichtbar und zugänglich, ohne einen musealen oder kultischen Charakter zu suggerieren.

Die Erinnerung an die Synagoge ist Teil einer breiteren Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus in der Region. Eberstadt, als Ort mit einer jahrzehntelangen jüdischen Geschichte, nimmt mit diesem Denkmal eine wichtige Rolle in der Erinnerungskultur ein. Die Gestaltung des Mahnmals folgt dem Prinzip der schlichten, aber eindringlichen Erinnerung – ohne Überfrachtung, aber mit klarem Bezug zur historischen Verantwortung.

Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,8 von 5 Sternen bei acht Bewertungen wird das Denkmal als bedeutsamer Ort des Gedenkens wahrgenommen. Es innezuhalten und sich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde vor Ort auseinanderzusetzen. In seiner Zurückhaltung und Klarheit verkörpert das Denkmal die Notwendigkeit, Erinnerung sichtbar und greifbar zu machen – gerade an den Orten, an denen sie einst selbstverständlich war.

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