Denkmal/Gedenkstätte

Ghostbike Corneliusbrücke Erhardstraße München

80469 München

Tipps

  • Langsameres Tempo von max. 12 mph einhalten
  • Regenbekleidung empfehlenswert bei schlechtem Wetter

Eigenschaften

Bildung Kulturell Sommer Frühling Herbst

Ein Denkmal mit Geschichte in München-Corneliusbrücke

Der Ghostbike an der Corneliusbrücke in der Erhardstraße in München ist ein bewegendes Denkmal, das an die Verletzlichkeit und das Recht von Radfahrenden auf öffentlichen Straßen erinnert. Als Teil der internationalen „Ride of Silence“-Bewegung steht dieser Ghostbike symbolisch für alle Radfahrerinnen und Radfahrer, die bei Verkehrsunfällen zu Schaden gekommen oder ihr Leben verloren haben. Die weiße Fahrradstatue mit den stilisierten Geister-Elementen drückt ohne Worte die Trauer und Solidarität mit den Opfern aus und mahnt gleichzeitig zur Rücksichtnahme im Straßenverkehr.

Die „Ride of Silence“ ist eine jährliche, stille Gedenkfahrt, die weltweit in Erinnerung an verunglückte Radfahrende stattfindet. Sie wird traditionell im Rahmen des National Bike Month gefahren und verfolgt das Ziel, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sowie der Verkehrsteilnehmenden auf die Rechte und die Präsenz von Radfahrenden zu lenken. Die Teilnehmenden bewegen sich dabei mit einer Geschwindigkeit von maximal 12 km/h fort, tragen Helme und schweigen während der gesamten Strecke, um die Ernsthaftigkeit und Würde dieses Anlasses zu unterstreichen.

Der Ghostbike in München steht an einer markanten Stelle in der Erhardstraße, in unmittelbarer Nähe zur Corneliusbrücke. Diese Lage macht ihn zu einem sichtbaren Mahnmal im urbanen Raum und verleiht ihm zusätzliche Bedeutung als kultureller und historischer Ort des Erinnerns. Die weiße Farbe des Fahrrads steht hierbei für Unschuld und Verlust, während seine stille Präsenz Passanten und Verkehrsteilnehmenden einen Moment der Innehaltenheit ermöglicht. Die Installation erinnert daran, dass Radfahrende im Straßenverkehr besonders gefährdet sind und oft nicht ausreichend wahrgenommen werden.

Die Bewegung hinter dem Ghostbike und der „Ride of Silence“ hat ihre Ursprünge in den USA und begann im Jahr 2003 nach dem tragischen Tod des Radfahrers Larry Schwartz, der von einem Bus angefahren wurde. Seitdem hat sich die Aktion weltweit verbreitet und wird jährlich von April bis November an zahlreichen Orten durchgeführt. In München trägt der Ghostbike an der Corneliusbrücke dazu bei, das Bewusstsein für Verkehrssicherheit und das Miteinander im Straßenverkehr zu stärken.

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