Denkmal/Gedenkstätte

Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie

Richard-Wagner-Straße 10, 80636 München-Maxvorstadt

Highlights

  • Die Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie bewahrt eine der größten geowissenschaftlichen Sammlungen Deutschlands mit Fossilien, Gesteinen und Meteoriten.
  • Fokus auf fossile Weichtiere, Säugetiere und alpine Sedimente – Schwerpunkte liegen in Südbayern und dem Molassebecken.
  • Internationale Bedeutung durch Forschung, Ausstellungen und wissenschaftliche Publikationen wie die Zeitschrift *Zitteliana*.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität den Besuch der Ausstellung ohne Hindernisse.
  • Die aktuellen Sonderausstellungen bieten Einblicke in spezielle Themen wie fossile Kopffüßer oder neu entdeckte Säugetierfossilien aus Uganda.
  • Die Kombination aus Fossilien, Gesteinen und Mineralien zeigt die Vielfalt geowissenschaftlicher Sammlungen in einem internationalen Kontext.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Paläontologie München-Maxvorstadt: Bayerische Staatssammlung

Die Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München-Maxvorstadt zählt zu den bedeutendsten geowissenschaftlichen Einrichtungen Deutschlands. Als Teil der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) bewahrt sie eine der größten und vielfältigsten Sammlungen fossiler und geologischer Objekte des Landes. Ihr Kernauftrag liegt in der Erhaltung, Forschung und Vermittlung von Naturgeschichte – von Mikrostrukturen bis zu tonnenschweren Gesteinsblöcken. Die Sammlung umfasst nicht nur Fossilien, sondern auch sedimentäre, magmatische und metamorphe Gesteine, Minerale sowie seltene Meteoriten. Besonders hervorzuheben sind die Bestände an fossilen Weichtieren und Säugetieren, die vor allem aus Südbayern stammen, etwa aus den Molassebecken und den verkarsteten Regionen der Fränkischen Alb.

Öffentlich zugänglich ist die Arbeit der Sammlung vor allem durch das Paläontologische Museum, das als wissenschaftliche Ausstellung die faszinierende Erdgeschichte lebendig werden lässt. Regelmäßig werden hier Sonderausstellungen präsentiert, die aktuelle Forschungsergebnisse aufgreifen – etwa zu Kopffüßern wie Tintenfischen oder neuen Fossilfunden aus Uganda, die Einblicke in die Evolution von Säugetieren ermöglichen. Die BSPG ist zudem eng mit der Ludwig-Maximilians-Universität München vernetzt, etwa durch das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) oder geowissenschaftliche Lehrveranstaltungen. Für Forscher:innen und Laien gleichermaßen bietet sie ein breites Spektrum an Präparations- und Ausstellungstechniken, von Säure- und Sandstrahlpräparation bis hin zur Herstellung originalgetreuer Abgüsse.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung von Wissen: Die Sammlung organisiert Führungen, Vorträge und Schulprojekte, etwa im Rahmen des Programms „Schullabor Bayern“. Lehrerfortbildungen und Wanderausstellungen ergänzen das Angebot, sodass auch externe Einrichtungen wie Schulen oder Museen von den Exponaten profitieren können. Die wissenschaftliche Arbeit wird zudem durch die Zeitschrift Zitteliana dokumentiert, die als Publikationsorgan der SNSB internationale Forschungsergebnisse präsentiert. Als staatliche Sammlung dient sie damit nicht nur der Forschung, sondern auch der Aufklärung über die geologische und paläontologische Vielfalt Bayerns – von den Alpen bis in die Molasseebenen.

Für Besucher:innen und Neugierige ist die BSPG ein Ort, an dem die Erdgeschichte greifbar wird. Ob durch die faszinierenden Fossilien, die Einblicke in vergangene Ökosysteme geben, oder durch die interaktiven Angebote: Die Sammlung verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit lebendiger Wissensvermittlung. Als Teil des kulturellen Erbes Münchens bietet sie damit nicht nur einen Ausflug in die Naturgeschichte, sondern auch einen Einblick in die Methoden und Herausforderungen moderner Paläontologie und Geologie.

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