Kirche/Kloster

Alte Pfarrkirche St. Martin

Moosacher St.-Martins-Platz 1, 80992 München

Highlights

  • Die Alte Pfarrkirche St. Martin ist die älteste erhaltene Kirche in München und wurde im 12./13. Jahrhundert erbaut.
  • Sie beherbergt einen barocken Rokoko-Hauptaltar von Josef Anton Fröhlich sowie spätgotische und barocke Seitenaltäre.
  • Nach dem Bau der neuen St.-Martins-Kirche 1924 dient die alte Kirche heute als Pfarrkirche am Moosacher St.-Martins-Platz.

Tipps

  • Die Alte Pfarrkirche St. Martin in München-Moosach ist die älteste erhaltene Kirche der Stadt und lohnt einen Besuch wegen ihrer historischen Architektur und ruhigen Atmosphäre.
  • Innenräume mit Rokoko-Altar und Deckenfresken bieten einen sehenswerten Einblick in verschiedene Epochen der Kirchengestaltung.
  • Der kleine Friedhof rund um die Kirche lädt zum Verweilen und Spazieren in ruhiger Umgebung ein.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Alte Pfarrkirche St. Martin

Die Alte Pfarrkirche St. Martin in München zählt zu den historisch bedeutendsten Sakralbauten der Stadt. Ursprünglich als Eigenkirche des Grafen Cundhart im frühen Mittelalter erwähnt, entwickelte sich die Kirche im Laufe der Jahrhunderte zu einem zentralen Glaubensort des Münchner Nordens. Bis 1924 fungierte sie als katholische Pfarrkirche der ehemaligen Gemeinde Moosach, bevor sie durch eine größere Kirche am heutigen Chemnitzer Platz ersetzt wurde. Heute befindet sich das Gotteshaus am Moosacher St.-Martins-Platz und steht als Zeugnis der Baugeschichte Münchens unter Denkmalschutz.

Der Steinbau der Kirche entstand im Hochmittelalter und ist damit die älteste erhaltene Kirche innerhalb der heutigen Stadtgrenzen Münchens. Obwohl sie später im Spätgotischen Stil umgebaut wurde, sind die ursprünglichen romanischen Bauteile wie Apsis und Turm noch deutlich zu erkennen. Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges erlitt das Gebäude schwere Schäden und wurde zeitweise als Pferdestall genutzt. Im 17. Jahrhundert erfolgte der Wiederaufbau, ergänzt durch eine Sakristei und eine kunstvolle Kanzel, die bis heute erhalten geblieben ist.

Die Innenausstattung der Kirche bezeugt ihre reiche künstlerische Tradition. Der Hauptaltar im Rokoko-Stil stammt von Josef Anton Fröhlich und zeigt den heiligen Martin sowie die Dreifaltigkeit. Die beiden Seitenaltäre aus derselben Epoche sind mit Darstellungen von Heiligen und Engeln geschmückt, darunter Werke von Adalbert Kromer und Joseph Baumann. Besonders erwähnenswert sind die Deckenfresken von Franz Leopold Hager und Johann Martin Heigl, die Szenen aus dem Neuen Testament und das Wirken des Namenspatrons darstellen. Hinzu kommen eine barocke Annakapelle sowie ein Kruzifix mit Schmerzensmutter aus dem 18. Jahrhundert.

Die Orgel der Kirche wurde 1997 vom Orgelbauer Josef Maier neu errichtet und verfügt über eine vielseitige Disposition mit mehreren Koppeln. Obwohl in der Alten Pfarrkirche heute keine regulären Gottesdienste mehr stattfinden, bleibt sie aufgrund ihrer kunsthistorischen und architektonischen Bedeutung ein lohnendes Ziel für Besucher. Die Atmosphäre im Innenraum wird von Gästen als besonders stimmig und inspirierend wahrgenommen. Mit ihrem Rokoko-Altar, den Deckenfresken und dem kleinen Friedhof bietet die Kirche einen ruhigen Rückzugsort im urbanen Umfeld Münchens.

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