Bayerische Staatsbibliothek
Eigenschaften
Über Bayerische Staatsbibliothek
Die Bayerische Staatsbibliothek in München zählt zu den bedeutendsten Gedächtnisinstitutionen Europas und ist die größte Universal- und Forschungsbibliothek Deutschlands. Gegründet im Jahr 1558 als Hofbibliothek, hat sie im Laufe der Jahrhunderte einen umfassenden und wertvollen Bestand an Medien aufgebaut. Mit rund 39,4 Millionen Medieneinheiten bietet sie nicht nur eine umfangreiche Sammlung an gedruckten Werken, sondern auch bedeutende Handschriften, Inkunabeln, Karten, Musikalien, Fotos und digitalen Ressourcen. Darüber hinaus verfügt sie über das größte deutsche Bildarchiv in öffentlicher Trägerschaft sowie den umfangreichsten digitalen Datenbestand aller deutschen Bibliotheken.
Als zentrale Landes- und Archivbibliothek Bayerns hat die Bayerische Staatsbibliothek eine herausragende Rolle im bayerischen Bibliothekswesen. Seit 1663 besteht das Pflichtexemplarrecht, wodurch von allen in Bayern erscheinenden Publikationen zwei Exemplare an die Bibliothek abgeliefert werden müssen. Diese werden gesammelt, erschlossen und langfristig archiviert. Die Bibliothek veröffentlicht regelmäßig die „Bavarica“ in der Bayerischen Bibliographie, eine umfassende Bibliografie mit regionalen Bezügen. Zudem ist sie maßgeblich an der digitalen Vernetzung und Präsentation kultureller Güter beteiligt, etwa durch das Portal bavarikon sowie durch ihre Beteiligung an der Gemeinsamen Normdatei.
Die Bayerische Staatsbibliothek erfüllt nicht nur eine zentrale Aufgabe für Wissenschaft, Forschung und Lehre, sondern steht auch der breiten Öffentlichkeit offen. Sie bietet verschiedene Lesesäle und Arbeitsplätze für Nutzerinnen und Nutzer vor Ort sowie umfangreiche digitale Dienste wie Hochauflösungs-Scans, Fernleihe und den Zugriff auf zahlreiche Datenbanken und Portale. Mit innovativen Angeboten wie eBooks on Demand, Schulungen, Apps und virtuellen Ausstellungen trägt sie der digitalen Zukunft Rechnung. Ihre Sammlungen umfassen unter anderem den berühmten Codex aureus, die Carmina Burana, den Babylonischen Talmud sowie eine der bedeutendsten Handschriftensammlungen weltweit. Als internationale Forschungsbibliothek nimmt sie eine führende Stellung im globalen Netzwerk wissenschaftlicher Institutionen ein.