ehemaliger Blindengarten, aufgelöst
Highlights
- Der ehemalige Blindengarten in München-Maxvorstadt wurde aufgelöst und ist heute als Alte Botanische Gartenanlage bekannt.
- Das Gelände zwischen Hauptbahnhof und Lenbachplatz beherbergt seit 1949 wieder den Neptunbrunnen und den Kunstpavillon.
- Nach Kriegszerstörung und Verwilderung wurde der Park 1949/50 restauriert und 2024 modernisiert.
Tipps
- Besuchen Sie den Neptunbrunnen und den Kunstpavillon in der historischen Parkanlage.
- Nutzen Sie die neuen Sportmöglichkeiten wie Fußball- und Streetballfelder sowie den Skatespot.
- Entspannen Sie auf der Liegewiese oder im Biergarten des Cafés direkt im Park.
Eigenschaften
Über ehemaliger Blindengarten, aufgelöst
Der ehemalige Blindengarten, heute bekannt als Alter Botanischer Garten, befindet sich im Münchner Stadtteil Maxvorstadt. Die Parkanlage ist Teil der Münchner Innenstadt und liegt zentral zwischen dem Hauptbahnhof und dem Lenbachplatz. Ursprünglich als botanischer Lehr- und Schaugarten angelegt, dient der Ort heute als öffentlicher Erholungsraum mit geschichtsträchtiger Prägung. Die Fläche des ehemaligen Blindengartens wurde im Zuge der städtebaulichen Entwicklung im Nationalsozialismus umgestaltet und erhielt unter anderem den markanten Neptunbrunnen sowie den Kunstpavillon.
Das Gelände erstreckt sich zwischen der Sophienstraße und der Eisenstraße und grenzt direkt an den Justizpalast. in Parks steht der Neptunbrunnen, umgeben von farbenfrohen Blumenbeeten, die von Frühling bis Herbst gepflegt werden. Daneben laden eine Liegewiese, diverse Sitzgelegenheiten und ein Parkcafé mit Biergarten zum Verweilen ein. Das Eingangsportal im Ostteil, ein frühklassizistisches Bauwerk des portugiesischen Architekten Emanuel Herigoyen, ist das einzige erhaltene Originalgebäude des Gartens und weist seit über 200 Jahren den Zugang aus.
Der sogenannte Kunstpavillon, in unmittelbarer Nähe zum Neptunbrunnen gelegen, beherbergt zeitgenössische Kunstprojekte und wird regelmäßig von Künstler*innen aus München und darüber hinaus genutzt. Im Westen schließt der Karl-Stützel-Platz den Parkanlage ab, gekennzeichnet durch die imposante Staccioliring-Skulptur. Dieser Bereich wurde in den letzten Jahren um moderne Sporteinrichtungen erweitert, darunter ein Fußballkleinspielfeld, ein Streetballplatz und ein Skatespot. Auch ein großer Kinderspielplatz ist vorhanden.
Die Geschichte des Parks ist eng mit den Wirren des Zweiten Weltkriegs verknüpft, als zahlreiche Bombentreffer das Gelände stark beschädigten. In den Nachkriegsjahren wurde der Garten zunächst vernachlässigt, ehe in den 1950er Jahren der Neptunbrunnen und der Kunstpavillon wiederhergestellt wurden. Seit 2024 wurde die Aufenthaltsqualität durch verschiedene Maßnahmen verbessert, darunter ein gezielter Rückschnitt von Bäumen, eine bessere Beleuchtung sowie neue Regelungen zur Sicherheit, die unter anderem den Konsum von Alkohol und den Mitführ von Waffen verbieten.